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Anleger fordern knapp sechs Milliarden Dollar von JP Morgan

Noch einmal sechs Milliarden US-Dollar: JP Morgan arbeitet die Finanzkrise auf
Bild: Andrea Damm ⁄

Erst die Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar für einen Vergleich mit der Regierung, nun fordern mehrere institutionelle Investoren weitere 5,75 Milliarden Dollar von JP Morgan. Das berichtet das "Wall Street Journal". Um diesen Betrag soll die Großbank die Anleger während der Finanzkrise beim Verkauf von Hypothekenpapieren geschädigt haben.

Zu den Klägern gehört Blackrock, der derzeit weltweit größte Vermögensverwalter.

Mit einer ähnlichen Klage gegen die Bank of America hatte sich die Investorengruppe im Jahr 2011 rund 8,5 Milliarden Dollar zurückgeholt.

Die Gespräche zwischen JP Morgan und den Profi-Anlegern ziehen sich bereits seit einigen Jahren hin. Erst in der vergangenen Woche sei es zu einem Treffen der beiden Streitparteien gekommen. Es sei aber noch offen, ob es zu einem Vergleich komme oder ob die Gruppe vor ein Gericht ziehe.

Die Verhandlungen mit der Investorengruppe laufen parallel zu den Gesprächen mit der US-Regierung wegen fragwürdiger Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise. Dabei soll die Bank bereit sein, 13 Milliarden Dollar auf den Tisch zu legen. Dies wäre die höchste Vergleichszahlung der Wall-Street-Geschichte. Hier könnte es noch in dieser Woche eine Einigung geben, schrieb die Zeitung.

In dieser Summe sind zum Teil bereits getroffene Vereinbarungen mit einigen US-Behörden enthalten. Zudem soll auch eine Entschädigung an durch die Geschäfte in Not geratene Hausbesitzer sowie Ausgleichszahlungen an einige Investoren dazugehören.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienbank, Finanzkrise

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