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Anleger aus Nordamerika bauen Präsenz in Europa weiter aus

Immobilienanleger aus Kanada und den USA waren im Jahr 2011 für rund ein Drittel der grenzüberschreitenden Investitionen in Europa verantwortlich. Damit haben sie ihre Präsenz deutlich ausgebaut, wie CBRE berichtet.

Das wachsende Engagement nichteuropäischer Investoren hatte großen Einfluss auf die Steigerung des Gesamttransaktionsvolumens. Dieses betrug im Jahr 2011 zirka 118 Milliarden Euro, eine Steigerung um sieben Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert von 110 Milliarden Euro.

Der Anteil am grenzüberschreitenden Transaktionsvolumen von Investoren aus den USA und Kanada erreichte im Jahr 2011 einen Wert von rund 30 Prozent, im Vorjahr hatte dieser 21 Prozent betragen. Dies ist mit Abstand der größte Marktanteil. Von US-amerikanischen Investoren wurden neun Milliarden Euro, von kanadischen weitere zwei Milliarden Euro in europäische Immobilien investiert. Mit dem Metro-Portfolio an Cerberus, dem Anteilskauf am CentrO in Oberhausen durch die CPPIB und dem Verkauf des PEP in München an TIAA-CREF wurden die drei größten Investments in Deutschland durch Investoren aus den USA und Kanada getätigt.

Fokus auf britischem Markt

Nordamerikanische Investoren fokussierten sich dabei auf den britischen, besonders den Londoner Markt. In Central London erreichte der Marktanteil dieser Investoren im Jahr 2011 einen Wert von 18 Prozent. Die Investments aus Kanada wurden in erster Linie durch eigenkapitalintensive Pensionsfonds getätigt.

Auch Staatsfonds aus Asien und dem Mittleren Osten hatten einen großen Anteil am Transaktionsvolumen in Europa. Diese Investoren haben ihren Marktanteil in den vergangenen Jahren ebenfalls ausgebaut und waren im Jahr 2011 an bedeutenden Akquisitionen beteiligt, beispielsweise beim Tower Bridge House in London.

Nach wie vor sind jedoch europäische Investoren für den Großteil der grenzüberschreitenden Investitionen in der Region verantwortlich. Innerhalb dieser Gruppe waren deutsche Investoren die aktivsten Markteilnehmer, wenngleich ihr Anteil 2011 zurückging. In den Jahren 2009 und 2010 waren deutsche Investoren für 24 Prozent der grenzüberschreitenden Investments verantwortlich, 2011 betrug dieser Anteil zwölf Prozent. Hierin zeigt sich neben dem Rückzug der Offenen Immobilienfonds aus den internationalen Märkten hin zum Heimatsmarkt, auch die geringere Aktivität institutioneller Investoren.

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