23.02.2015 | Unternehmen

Aareal Bank kauft Westimmo für 350 Millionen Euro

Aareal Bank: Westimmo arbeitet profitabel
Bild: Aareal Bank

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank übernimmt für 350 Millionen Euro die Westdeutsche Immobilienbank (Westimmo) von der Ersten Abwicklungsanstalt, wie beide Seiten bestätigten. Die Westimmo gehörte zur Landesbank Nordrhein-Westfalens (WestLB), die in der Finanzkrise in Schieflage geriet und Mitte 2012 zerschlagen wurde.

"Die Transaktion beschleunigt den Abbau von Risiken erheblich", so Matthias Wargers, Vorstandssprecher der "Bad Bank". Die Westimmo mit Sitz in Mainz habe zwar zuletzt beachtliche Überschüsse erzielt, dürfe als "Bad Bank"-Tochter aber kein Neugeschäft machen. Das Unternehmen arbeite aber profitabel, so die Aareal Bank. Sie verfüge "über eine funktionsfähige internationale Bankplattform sowie über Mitarbeiter mit großer internationaler Expertise im Immobilienfinanzierungsgeschäft".

Das Geschäft solle noch im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung der deutschen Finanzaufsicht Bafin, der Europäischen Zentralbank sowie der Kartellbehörden. Die Aareal Bank rechnet im Zuge der Übernahme mit einem Einmalertrag von etwa 150 Millionen Euro zum Abschluss der Transaktion, wie es hieß.

Nach Darstellung von Wargers beläuft sich die Gesamtsumme der Kapitalrückflüsse und Erträge aus der Beteiligung an der Westimmo - von der Übernahme bis einschließlich Verkauf - für die "Bad Bank" auf deutlich mehr als 800 Millionen Euro.

Mit dem Westimmo-Verkauf reduziere sich bei der "Bad Bank" der Bestand an Krediten und Wertpapieren gegenüber Ende 2014 um rund zehn Milliarden Euro. Das seien etwa 20 Prozent der noch vorhandenen Bestände im Bankbuch der Ersten Abwicklungsanstalt.

Die internationale Anwaltssozietät Clifford Chance hat die Westdeutsche ImmobilienBank AG beim Verkauf beraten.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Immobilienfinanzierer

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