Jetzt ist es offiziell: Die Aareal Bank will die Düsseldorfer Hypothekenbank übernehmen. Vorausgegangene Gerüchte über den Deal wollte der Immobilienfinanzierer bislang nicht bestätigen. Das Institut ist derzeit im Eigentum des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Der Kaufpreis liege bei rund 162 Millionen Euro, teilte die Aareal Bank heute in Wiesbaden mit.

"Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Spekulationen und Marktgerüchten grundsätzlich nicht äußern", hatte Christian Feldbrügge, Director Corporate Communications bei der Aareal Bank AG, der Haufe Online Redaktion am 1. August auf Nachfrage mitgeteilt. Unter anderem hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg im Vorfeld berichtet.

Da der Kaufpreis unter dem derzeit rechnerischen Wert der Düsseldorfer Hypothekenbank liegt, wird die Übernahme der Aareal Bank zufolge das operative Ergebnis 2018 steigern. Bislang hatte die Bank 260 und 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt, einschließlich des Einmaleffektes rechnen die Wiesbadener mit einem operativen Ergebnis in einer Spanne von 312 Millionen Euro bis 352 Millionen Euro.

Das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2019 würde im Gegenzug voraussichtlich in niedriger zweistelliger Millionenhöhe belastet. Die Übernahme soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden.

Düsseldorfer Hypothekenbank: Aareal Bank führt Abwicklung fort

Mit der geplanten Transaktion verbinde die Aareal Bank keine weitergehende strategischen Absichten, sagte Konzernchef Hermann Merkens. "Die Düsseldorfer Hypothekenbank befindet sich unter der Regie ihres bisherigen Eigentümers bereits seit 2015 in einem Prozess des geordneten Rückbaus und ist nicht mehr mit Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung am Markt aktiv."

Ende Juni habe sich das Kreditvolumen auf 553 Millionen Euro belaufen. Die Aareal Bank will den Rückbau des Instituts konsequent weiter fortsetzen.

Die Düsseldorfer Hypothekenbank ist auf die Finanzierung gewerblicher Immobilien spezialisiert und war im Zuge der Turbulenzen um die einstige österreichische Skandalbank Hypo Alpe Adria in Nöte geraten. Seit 2015 gehört sie dem Einlagensicherungsfonds des privaten Bankverbandes. Sie beschäftigte zuletzt rund 60 Mitarbeiter und kam im vergangenen Jahr auf eine Bilanzsumme von zirka vier Milliarden Euro.

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