22.11.2016 | Serie Immobilien-Apps

Diese App macht den Scanner obsolet

Serienelemente
Der "Camscanner" ist ein mobiler Scanner.
Bild: Pixabay

Aus kaum einem Büro ist der Scanner wegzudenken. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist er ein unersetzlicher Helfer. Oder etwa nicht? Die App „Camscanner“ will einen separaten Scanner obsolet machen. Das Smartphone soll ihn ersetzen. Wie gut das gelingt, finden wir im Praxistest heraus.

Ein mobiler Scanner?

Der Name verrät es bereits: Die Kernkompetenz von Camscanner ist das Scannen von Dokumenten. Allerdings bietet die App auch diverse Zusatzfunktionen, die ein normaler Scanner nicht mitbringt. So können zum Beispiel Fotos nachbearbeitet und zugeschnitten oder ein Wasserzeichen auf gescannte Dokumente befördert werden. Der Clou: Gescannte Textdokumente können dank Texterkennung direkt bearbeitet werden.

Das Premiumfeature Optical Character Recognition (Texterkennung) gibt es allerdings nur, wenn man Camscanner abonniert. Und das ist alles andere als günstig. Rund 50 Euro fallen pro Jahr für die Bezahlversion an. Wer nur eine einfache App zum Scannen sucht, der kann Camscanner aber auch kostenlos nutzen. Sowohl für Android als auch für iOS (iPhone & iPad) und Windows Phones gibt es das Programm zum Download.

Die Anwendung der Scanner-App

Ein einfaches Tutorial in englischer Sprache in der – ansonsten deutschen – App macht es auch Einsteigern leicht, mit der App zurechtzukommen. Aber auch ohne Anleitung ist das Interface von Camscanner in weiten Teilen selbsterklärend. Das Scannen ist kinderleicht und funktioniert über die eingebaute Kamera des Smartphones.

Diverse Einstellungsmöglichkeiten sorgen für ein individualisierbares Ergebnis. Auch eine automatische Anpassung gibt es, die in den meisten Fällen brauchbare Ergebnisse liefert. Details wie die Helligkeit oder der Kontrast können jederzeit manuell nachjustiert werden. Apropos Ergebnis: Die eingescannten Dokumente weisen eine viel bessere Qualität auf, als das bei normalen Fotos der Fall ist. Nicht jedes Mal ist das Ergebnis allerdings konkurrenzfähig. Gerade unter schwierigen Lichtverhältnissen verkommt das Scannen zum Glücksspiel und hängt maßgeblich von der Qualität der integrierten Kamera ab.

Gibt es aber genügend Licht, dann muss sich der Camscanner keinesfalls verstecken. Mehrseitige Dokumente lassen sich problemfrei in ein PDF-Dokument zusammenfassen. Auch ein direktes Speichern in einem Cloudservice (zum Beispiel Dropbox) ist kein Problem. Wer die gescannten Dokumente in der App selbst sortieren möchte, der könnte enttäuscht sein: Camscanner setzt nicht auf eine klassische Ordnerstruktur – was ungewohnt ist und die Übersicht beeinträchtigt. Die Texterkennung (nur in der Bezahlversion vollständig nutzbar) überrascht mit einer sehr guten Erkennungsquote. Trotz der guten Qualität kommt man aber nicht um eine Nachbearbeitung herum.

Das Fazit

Camscanner ist von der Qualität und der Geschwindigkeit auf jeden Fall eine gute Alternative – solange die Rahmenbedingungen passen. Mit ein wenig Übung hat der Nutzer einen mobilen Scanner zur Hand, der nicht nur überzeugende Ergebnisse liefert, sondern auch einfach zu bedienen ist und eine brauchbare Texterkennung bietet. Letztere gibt es allerdings nur für einen stattlichen Obolus. Wer alle Features nutzen will, merkt schnell, dass Camscanner mit rund 50 Euro pro Jahr nicht wirklich günstiger als ein echter Scanner ist. Allerdings kann man ihn überallhin mitnehmen. In gewisser Weise ist die App also tatsächlich dem Scanner überlegen.

 

Zum Download der App in allen Versionen

Schlagworte zum Thema:  Scanner, Immobilien-App, Immobilien-Software, Online-Medien, Smartphone, Tablet-Computer

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