22.05.2014 | Unternehmen

Züblin erwartet trotz Auftragswachstum keine Gewinnsprünge

Einer der Großaufträge: Der zweite Bauabschnitt des Universitätsklinikums Jena
Bild: Architekturbüro wörner traxler richter, Dresden

Der Baukonzern Ed. Züblin erzielte 2013 verglichen mit 2012 einen stabilen Gewinn von rund 87 Millionen Euro. Trotz neuer Großaufträge, etwa am Universitätsklinikum Jena, und einem Auftragsbestand im ersten Quartal, der rund 15 Prozent über dem des entsprechenden Vorjahresquartals liegt, erwartet das Unternehmen auch für 2014 keine großen Gewinnsprünge.

Die Auftragseingänge per März 2014 wuchsen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 140 Millionen Euro auf 774 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 22 Prozent. Bei der Leistung verbuchte Züblin, der Stuttgarter Baukonzern gehört inzwischen mehrheitlich zur österreichischen Strabag SE, ein 13-prozentiges-Plus von 646 Millionen Euro auf 730 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag mit 4,1 Milliarden rund 15 Prozent über dem Vorjahreswert in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

Im Geschäftsjahr 2013 erhöhte sich der Auftragseingang des Züblin-Konzerns bei einem stabilen Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 14 Prozent von 3,1 auf 3,6 Milliarden Euro. Dieser Anstieg erfolgte insbesondere im Schlüsselfertigbau und im Inland, wo zahlreiche Großprojekte mit einem Auftragsvolumen über 100 Millionen Euro akquiriert wurden. Darunter der zweite Neubauabschnitt des Universitätsklinikums in Jena, der Albabstiegstunnel auf der Bahnneubaustrecke Wendlingen–Ulm oder das "New Office Airport" am Stuttgarter Flughafen.

Nachfrage im Ausland schwächelt

71 Prozent der Bauleistung, die sich mit insgesamt 3,1 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau bewegte, wurde 2013 im Inland erbracht. In wichtigen Märkten wie den Niederlanden und Schweden schwächele die Nachfrage derzeit, teilt das Unternehmen mit. Hierzulande hat Züblin hingegen weitere Großaufträge wie die Sanierung des Bettenhochhauses der Berliner Charité oder die Verlängerung der Autobahn 100 in der Hauptstadt an Land gezogen.

Während der Bestand in Deutschland fast um ein Drittel zulegte, ging er im Ausland um 18 Prozent zurück. Gerade im Hochbau, etwa bei Wohnhäusern oder Türmen, habe Züblin gegen Konkurrenz aus China und der Türkei das Nachsehen. Außerhalb Europas zog Züblin zuletzt einen Auftrag in Chile an Land, wo die Stuttgarter in einer Kupfermine eine Produktionsebene bauen. In Singapur baut der Konzern eine Gleisunterführung für Fußgänger.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Unternehmen, Baukonzern

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