21.10.2015 | Top-Thema Zielgruppen von Wohnungsunternehmen

Typ 2: Senioren

Kapitel
Auch Senioren haben das Internet für sich entdeckt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Anteil der Über-65-Jährigen innerhalb der deutschen Bevölkerung wächst ebenso stark, wie der der Silver Surfer.

Das Verbändebündnis WOHNEN 65PLUS hat in der Studie „Wohnen der Altersgruppe 65plus“ (2013) festgestellt, dass Senioren überwiegend in älteren Wohngebäuden lebten – nur gut fünf Prozent davon seien barrierearm. Zudem sei davon auszugehen, dass sich auch der Anteil der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erhöhen wird. Deshalb empfiehlt die Studie, den Bestand an barrierearmen Wohnungen aufzustocken. Die Einkommenssituation der älteren Bevölkerung hingegen dürfte sich laut Studie in Zukunft verschlechtern und kollidiert dabei mit steigenden Wohnkosten: Viele Senioren werden deshalb ihre Wohnfläche reduzieren müssen, so dass der Bedarf an kleineren Wohnungen oder auch gemeinschaftlichen Wohnformen steigen dürfte.  

Kommunikationsvorlieben kennen

Neben solchen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen sollten Wohnungsunternehmen auch die Kommunikationsvorlieben älterer Menschen kennen und ihnen entsprechend entgegenkommen: „Unserer Erfahrung nach kommunizieren gerade Senioren gern per Telefon mit ihrem Wohnungsunternehmen“, erklärt Hausmann von Aareon weiter. „Das Telefon ist für sie einfach das gelernte Mittel der Wahl und verspricht neben dem persönlichen Kontakt eine schnelle und erfolgsversprechende Lösung ihres Anliegens.“

Senioren entdecken Internet

Nichtsdestotrotz gilt: Auch Senioren haben das Internet für sich entdeckt. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2014 sind fast vier von zehn Senioren online. Rund die Hälfte von ihnen gab an, dass das Internet zu einer Steigerung ihrer Lebensqualität führe. Besonders wichtig sind den Internetznutzern ab 65 Jahren laut Bitkom-Umfrage die Themen „Kommunikation“ und „Information“: Ganze 91 Prozent von ihnen schreiben zum Beispiel E-Mails. „Wohnungsunternehmen, die ein Mieterportal nutzen, berichten, dass rund 30 Prozent der angemeldeten Nutzer zur Gruppe der Senioren gehören. Entsprechend wichtig ist es, dass Wohnungsunternehmen ihre Online-Angebote benutzerfreundlich, einfach und übersichtlich gestalten und ihre Prozesse auf die neuen Gewohnheiten ausrichten“, ergänzt Hausmann. „Ähnlich wie bei den Silver Surfen sind ihnen dabei besonders soziale Themen wichtig, also zum Beispiel Informationen über das nächste Nachbarschaftsfest oder ähnliches. Organisatorische Fragen wie zum Beispiel die Vereinbarung eines Termins stehen für Senioren bei der Online-Kommunikation mit ihrem Vermieter hingegen nicht so stark im Vordergrund.“


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Kapitel 3: Typ 3: Junge Mieter

Schlagworte zum Thema:  Wohnungswirtschaft, Verwaltung, Immobiliendienstleister

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