15.01.2014 | Berlin

Volksentscheid könnte Tempelhof-Bebauungspläne kippen

Die Initiative "100% Tempelhofer Feld" will das ganze Flugfeld als Freizeitfläche erhalten
Bild: Christa Nöhren ⁄

Die Initiative gegen die Randbebauung des Tempelhofer Feldes in Berlin hat mehr als 233.000 Unterschriften eingereicht. Damit könnte es zu einem Volksentscheid kommen und die Bebauungspläne des Senats gekippt werden. Geplant sind Wohnhäuser und Gewerbebauten auf rund 50 Hektar Fläche.

Die Landesregierung plant die Bebauung an drei Rändern, in der Mitte sollen 230 Hektar als Freifläche erhalten bleiben - ein Park größer als das Fürstentum Monaco.

Die Initiative "100% Tempelhofer Feld", die das Volksbegehren angestoßen hatte, setzt sich aber dafür ein, dass das komplette frühere Flughafengelände als Freifläche erhalten bleibt.

Für einen Erfolg des Volksbegehrens müssten zunächst aber mindestens 174.117 Stimmen gültig sein. Das wird bis zum 27. Januar geprüft. Müller rechnet mit rund 200.000 gültigen Stimmen. "Ich bedauere das, weil ich für die behutsame Weiterentwicklung des Feldes werbe", sagte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Jetzt müsse der rot-schwarze Senat damit umgehen und weiter für seine Position eintreten.

Ein Datum für einen möglichen Volksentscheid stehe noch nicht fest, sagte Müller. Das werde der Senat im Falle eines Erfolgs für das Volksbegehren im Februar entscheiden. Die Initiative forderte eine Abstimmung am Tag der Europawahl, dem 25. Mai.

Schlagworte zum Thema:  Stadtentwicklung

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