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Vier neue Hochhäuser für Frankfurt: Planung für Deutsche-Bank-Areal steht

Siegerkonzept von UN Studio sieht für das neue Quartier vier Hochhäuser vor
Bild: UN Studios

Der städtebauliche Ideenwettbewerb für das ehemalige Deutsche-Bank-Areal in der Innenstadt von Frankfurt am Main ist entschieden: Sieger ist der Entwurf von UN Studio aus den Niederlanden, der vier Hochhäuser mit bis zu 228 Metern Höhe und zirka 600 Wohnungen vorsieht. Außerdem sind Flächen für Gastronomie und Einzelhandel geplant. Der Startschuss für den Bau des neuen Quartiers wird 2017 erwartet.

Die Eigentümerin des Areals, die Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft, hatte den Wettbewerb im November 2015 ausgelobt.

In der Sitzung des Preisgerichtes am 9. März wurden zwei Preise und zwei Anerkennungen vergeben. Eine Anerkennung erhielten die Architekturbüros 3XN aus Kopenhagen und Raumwerk aus Frankfurt am Main. Den zweiten Preis nach dem Sieger UN Studio sicherte sich das Berliner Architektenbüro Max Dudler.

UN Studio hat bisher in 30 Ländern Projekte realisiert. Das bekannteste Bauwerk in Deutschland ist das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Die Niederländer konnten sich mit ihrer Idee gegen neun weitere Planungs- und Architekturbüros durchsetzen.

Öffnung des Areals soll die Innenstadt beleben

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden die Grundlage bilden für die Änderung des städtischen Bebauungsplans. Vor allem die geplanten neuen Verbindungswege, Passagen und Plätze im Areal sollen das bisher in sich geschlossene Grundstück erlebbar machen und an die umgebenden Laufwege in der Innenstadt anbinden.

Öffentlich zugängliche Freiräume wie ein Dachgarten, ein Stadtplatz, Restaurants und Shoppingmöglichkeiten sollen die Aufenthaltsqualität im Bankenviertel erhöhen. Damit folgt das Ergebnis auch den städtischen Zielen, das Areal durchlässiger zu machen, für mehr öffentliche Nutzung zu sorgen und zugleich Raum für Wohnungen und Hotels in dieser Lage zu schaffen.

Zwei Bürotürme, zwei Wohntürme

Der Hauptturm des Quartiers soll 228 Meter und 59 Stockwerke hoch werden. Dieser Turm ist im aktuellen Bebauungsplan bereits vorgesehen. Neu sind die zwei Wohnhochhäuser, die zusammen Platz für mehr als 600 Wohnungen bieten werden. Zusätzlich wird es eine Kindertagesstätte und zwei Hotels geben.

Die Beiträge aller Architekten werden im Mai öffentlich ausgestellt werden, in Verbindung mit einer Präsentation des Quartierkonzepts und der Vorstellung des zukünftigen Namens für das Areal.

Im nächsten Schritt folgen weitere Qualifizierungsverfahren für die Gebäude, mit denen in Kürze begonnen werden wird. Der Startschuss für den Bau des neuen Quartiers wird im Laufe des kommenden Jahres erwartet, die Nutzung der ersten Gebäude ist für 2020 avisiert.

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Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Hochhäuser, Architekturwettbewerb

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