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Strabag verbessert Vorsteuerergebnis und schlägt Dividende vor

Strabag-Konzernzentrale in Köln
Bild: Strabag AG

Der Baukonzern Strabag SE hat in 2012 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 207 Millionen Euro erreicht und die eigenen Erwartungen übertroffen. Da das schlechtere Konzernergebnis auf Einmaleffekte zurückzuführen ist, schlägt der Vorstand dennoch eine Dividende vor.

Das Konzernergebnis liegt mit 61 Millionen Euro um zwei Drittel unter jenem des Vorjahres. Vor dem Hintergrund niedriger öffentlicher Infrastrukturausgaben blieb die Leistung mit einem Rückgang um zwei Prozent auf 14 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die nun vorgeschlagenen Dividende von 0,20 Euro je Aktie ergibt eine Ausschüttungsquote von 34 Prozent.

Mit dem Auslaufen des Baubooms in Polen war in diesem Land die größte Reduktion zu verzeichnen. Abnahmen in mehreren Regionen Osteuropas standen Erhöhungen in Deutschland und in Rumänien gegenüber. Der fehlende Umsatz für bereits geleistete Arbeiten in Zentral- und Osteuropa, eine Schadenersatzzahlung für eine nicht erfolgte Akquisition und Verlustübernahmen von Arbeitsgemeinschaften bewirkten, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 18 Prozent auf 608 Millionen Euro zurückging.

Die Bilanzsumme zeigte sich mit 10,14 Milliarden Euro sehr stabil. Die bereits hohe Eigenkapitalquote verbesserte sich von 30,3 Prozent auf 31,2 Prozent. Der Vorstand erwartet für 2013 zwar eine nochmalige leichte Eintrübung der Rahmenbedingungen im europäischen Bausektor, geht aber gleichzeitig davon aus, dass größere negative Einmaleffekte wie im Jahr 2012 ausbleiben. Daher rechnet er mit einem Anstieg des Ebit auf zumindest 260 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013. Dies entspricht einer Erhöhung um mindestens 25 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Baukonzern

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