19.04.2012 | Immobilienbarometer

Steigende Mieten treiben zu Wohneigentum

Altersvorsorge als Top-Grund für den Erwerb von Wohneigentum
Bild: freepiks

Zunehmend steigende Mieten und niedrige Zinsen bewegen die Menschen hierzulande dazu, vermehrt Wohneigentum zu erwerben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Immobilienbarometer von Interhyp und ImmobilienScout24.

Die Umfrage, für die im März 2012 mehr als 6.700 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden, wird als Vergleichsstudie jährlich wiederholt. Altersvorsorge steht bei der Mehrheit der Befragten ganz oben auf der Liste der Gründe für einen Immobilienerwerb. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in andere Investments wie Aktien oder Anleihen.

Neu ist: Ein wachsender Anteil von 37 Prozent will Mietzahlungen vermeiden, die derzeit insbesondere in urbanen Räumen immer weiter ansteigen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es nur 29 Prozent der Befragten.

Eine weitere Triebfeder für die Entscheidung, eine Immobilie zu kaufen, ist das noch immer historisch niedrige Zinsniveau. Rund 41 Prozent der Befragten geben an, die derzeit günstigen Konditionen für Baugeld nutzen zu wollen.

Die Top-5-Gründe für den Immobilienerwerb im Überblick:

1. Altersvorsorge (52 Prozent)

2. Günstige Zinsen (41 Prozent)

3. Mietzahlungen vermeiden (37 Prozent)

4. Immobilien sind krisensicher (29 Prozent)

5. Unabhängigkeit vom Vermieter (28 Prozent)

Rund ein Fünftel der befragten Käufer sucht derzeit eine Immobilie als reine Kapitalanlage. Bei dieser Gruppe spielt verstärkt eine Rolle, dass ihr Vertrauen in andere Investments kontinuierlich sinkt. Knapp jeder dritte Anleger (29 Prozent) hat sich im Jahr 2012 für eine Immobilie entschieden, da er anderen Investments nicht mehr vertraut. 2011 gaben dies nur 18 Prozent der befragten Kapitalanleger an.

Schlagworte zum Thema:  Eigentumswohnung, Altersvorsorge, Immobilienkauf

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