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Sonae Sierra steigert Gewinn und baut internationale Präsenz aus

Mozaica Center: Sonae Sierra weitet Präsenz in Russland weiter aus
Bild: Sonae Sierra

Der Shopping-Center-Entwickler Sonae Sierra weist für die ersten neun Monate 2014 einen Nettogewinn von 59,8 Millionen Euro aus. Damit wurde das Ergebnis aus dem Vergleichszeitraum 2013 mit 5,1 Millionen Euro deutlich gesteigert. Durch den im dritten Quartal erfolgten Markteintritt in Russland wurde außerdem die internationale Präsenz gestärkt.

Das Unternehmen behielt auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 seinen internationalen Expansionskurs bei. Nach dem Markteintritt in China und der ersten Investition in Marokko hat Sonae Sierra die weltweite Präsenz weiter ausgebaut:

Im  dritten Quartal durch einen Vertrag zur Bildung eines 50:50-Joint-Ventures mit dem russischen Unternehmen OST Development unterzeichnet, um Immobilienmanagement- und Leasing-Dienstleistungen für die Entwicklungs-Pipeline dieses wichtigen Kunden zu erbringen.

Des weiteren hat Sonae Sierra im dritten Quartal mit Carrefour einen Vertrag für die Übernahme und den Betrieb eines 12.000 Quadratmeter großen Hypermarkts im neuen Einkaufszentrum "ParkLake" in der rumänischen Hauptstadt Bukarest abgeschlossen. Es stellt eine Investition in Höhe von 180 Millionen Euro dar und soll 2016 eröffnet werden.

Mietumsätze weltweit in den ersten neun Monaten 2014 um 4,2 Prozent gestiegen

Die Umsätze der Mieter in den europäischen Einkaufzentren stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr bereinigt um 4,2 Prozent. Besonders hervorzuheben sind hier die Umsatzsteigerungen um 6,8 Prozent in Portugal sowie um 3,9 Prozent in Italien. In Brasilien stiegen die Umsätze der Mieter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereinigt um 7,5 Prozent.

Der weltweite Vermietungsstand des Immobilienportfolios lag mit 95,1 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vergleichszeitraums aus dem Vorjahr (95 Prozent). Die nochmalige leichte Verbesserung ist neben der Qualität der Immobilien auch dem effizienten Management des Unternehmens in einer nach wie vor instabilen makroökonomischen Situation auf dem europäischen Immobilienmarkt zu verdanken.

Direkter Gewinn sinkt um 16 Prozent

Der direkte Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 betrug 36 Millionen Euro und fiel damit gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 16 Prozent niedriger aus. Auslöser hierfür sind zum einen Nachwirkungen der Ende 2013 getätigten Immobilienverkäufe in Europa und zum anderen die ungünstigen Schwankungen des durchschnittlichen Wechselkurses beim brasilianischen Real sowie die Verstärkung der Unternehmensstruktur zur Unterstützung des Unternehmenswachstums in neuen Regionen.

Auf diese Faktoren geht auch die Verringerung des Ebitda zurück, das im betrachteten Zeitraum bei 78,2 Millionen Euro lag; dies entspricht einer Ebitda-Marge von 47,8 Prozent. Um die Effekte aus den Immobilienveräußerungen und den ungünstigen Wechselkursen bereinigt ließ der direkte Gewinn jedoch lediglich um 2,8 Prozent nach.

Kompensiert wurde das durch den indirekten Gewinn, der 23,8 Prozent erreichte; im Vergleichszeitraum 2013 wurden Verluste in Höhe von 37,6 Millionen Euro ausgewiesen. Ursachen der Verbesserung waren unter anderem die Auswirkungen der Veräußerung eines an Alexa Shopping in Berlin angrenzenden Grundstücks, des Verkaufs des Centers Le Terrazze in Italien sowie der Investitionen in die portugiesischen Einkaufszentren AlbufeiraShopping und Centro Comercial Continente in Portimão.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Shopping-Center

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