16.06.2014 | RICS

Neue Berechnung zur Öko-Bilanz von Immobilien

Bei Gebäuden aus Ziegeln kann der gebundene Kohlenstoff bis zu 70 Prozent der CO2-Bilanz ausmachen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Berufsverband RICS hat ein Verfahren veröffentlicht, mit dem die gesamte CO2-Bilanz einer Immobilie berechnet werden kann und das den gesamten Lebenszyklus der Immobilie vom Bau bis zum Abriss berücksichtigt.

Das Messverfahren sei eine wichtige Entwicklung in der CO2-Bilanzierung, teilt die RICs mit, da der gebundene Kohlenstoff eine immer zentralere Rolle für die CO2-Bilanz von Gebäuden spiele. Der gebundene Kohlenstoff kann bei Immobilien mit sehr geringem Wärmeaustausch (Gebäude aus Ziegeln, Beton, Stein und Kacheln), die im Betrieb wenig Energie verbrauchen, bis zu 70 Prozent der CO2-Bilanz ausmachen. Lässt man den gebundenen Kohlenstoff außer Acht, werden solche Gebäude erst nach über 40 Jahren CO2-positiv. So werden die Guthaben verbraucht, die im Betrieb erzielt werden und die Immobilien werden auf lange Sicht unrentabel. Das RICS-Verfahren sorge für ein besseres Know-how für die Folgen von Entscheidungen, die in der Entwurfs- und Planungsphase getroffen werden und auf die CO2-Emissionen eines Gebäudes während seiner gesamten Lebensdauer Einfluss haben. Durch den Fokus auf kohlenstoffrelevante Positionen seien Immobilienexperten nun in der Lage, Ratschläge zu verschiedenen Planungsalternativen zu geben und dabei Kosten und Kohlenstoffausstoß zu berücksichtigen, um die besten und ausgewogensten Lösungen zu entwickeln.

Schlagworte zum Thema:  CO2-Bilanz, Immobilienbestand

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