19.06.2015 | Bonn

Gericht stellt Prozess gegen zwei WCCB-Projektleiter ein

Vor zwei Wochen wurde das WCCB eröffnet
Bild: M.E. ⁄

Der Betrugsprozess um das Millionendesaster beim Bau des Kongresszentrums WCCB vor dem Bonner Landgericht wurde gegen zwei Projektleiter der Stadt eingestellt. Betroffen waren der ehemalige Stadtdirektor Arno Hübner sowie die Bürgeramtschefin Eva Maria Zwiebler. Sie müssen Geldauflagen in Höhe von 20.000 beziehungsweise 15.000 Euro zahlen.

Um weitere, weniger schwerwiegende Vorwürfe aufzuklären, wäre eine unverhältnismäßig aufwendige Beweisaufnahme nötig. Am Freitag hätten auch die Angeklagten diesem Vorschlag der Kammer zugestimmt, teilte das Bonner Gericht mit.

Der WCCB-Bau mitsamt Hotel im früheren Regierungsviertel neben dem UN-Campus war 2009 gestoppt worden, nachdem aufgefallen war, dass die Stadt sich von einem Investor hatte blenden lassen. Der wurde 2013 zu einer Haftstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Das WCCB steht nach mehrjährigem Baustopp mittlerweile - vor zwei Wochen wurde das Kongresszentrum eröffnet.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Projektentwicklung

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