Die Zech Group aus Bremen hat über ein Beteiligungsunternehmen eine Immobilie des angeschlagenen Modekonzerns Gerry Weber in Düsseldorf gekauft. Für die "Halle 29" in der Unternehmerstadt im Stadtteil Derendorf soll die Zech Group 36 Millionen Euro bezahlt haben. Das Showroom-Center hat eine Gesamtfläche von zirka 12.000 Quadratmetern und ist derzeit an 21 Modeunternehmen vermietet. Gerry Weber wurde von BNP Paribas Real Estate beraten.

Die nicht zum Kerngeschäft der Gerry Weber International AG gehörende Immobilie
wird im Rahmen des Performance Programms zur Neuausrichtung des Unternehmens auf
nachhaltiges profitables Wachstum veräußert. Der Verkauf wird dem Modehändler zufolge zu Mehreinnahmen von etwa 18 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2018/2019 führen, wodurch sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entsprechend verbessern werde.

Das Unternehmen hatte Ende September ein Sanierungsgutachten bestellt, dass den Umbau vorantreiben soll. Nachdem Firmen-Mitgründer Gerhard Weber seinen Rückzug aus dem Familienunternehmen bekannt gab, räumt auch sein Sohn Ralf den Chefposten und will Ende Oktober in den Aufsichtsrat wechseln.

2003 hatte die Gerry Weber International AG die Halle 29 in der Rheinmetall Allee nach dem Umbau eröffnet. Die Immobilie ist eine ehemalige Industriehalle aus dem 19. Jahrhundert, die heute unter anderem als Präsentations-Location während der Mode-Messen genutzt wird.

Der Vollzug der Transaktion und die Zahlung des Kaufpreises stehen noch unter dem Vorbehalt marktüblicher Vollzugs- und Fälligkeitsvoraussetzungen.

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