07.01.2013 | Deal

Wöhrl kauft Modekette SinnLeffers

Modehaus Wöhrl in Nürnberg
Bild: www.woehrl.de

Das Bundeskartellamt bestätigte am Freitag Übernahmepläne für die Hagener Modekette SinnLeffers: Käuferin ist die Wöhrl-Familie aus Nürnberg. Ein entsprechender Kaufantrag sei bereits am 27. Dezember bei der Kartellbehörde eingegangen.

Die Frist für die Prüfung durch das Bundeskartellamt beträgt einen Monat. Wöhrl erzielte nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2010/11 mit 2.400 Mitarbeitern an 38 Standorten vor allem in Süd- und Ostdeutschland einen Umsatz von 346 Millionen Euro. SinnLeffers beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter in 22 Häusern insbesondere in Nord- und Westdeutschland. Der Jahresumsatz liegt nach Angaben des Sprechers bei rund 300 Millionen Euro.

SinnLeffers war im Jahr 1997 durch die Fusion aus den zwei kleineren Traditions-Modehäusern Sinn und Leffers in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entstanden. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener Karstadt-Quelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde.

Im Jahr 2008 meldete SinnLeffers eine Planinsolvenz an. Seit dem Ende des Verfahrens ist das Unternehmen mit deutlich verkleinertem Ladennetz und halbierter Mitarbeiterzahl am Markt. Die Zahl der Filialen verringerte sich von 47 auf weniger als die Hälfte. Schon im ersten Geschäftsjahr nach der Insolvenz hatte SinnLeffers nach eigenen Angaben aber wieder Gewinn erwirtschaftet.

Schlagworte zum Thema:  Gewerbeimmobilien

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