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Vonovia will 10.000 Wohnungen in Berlin bauen und macht Deutsche-Wohnen-Deal zur Bedingung

Vonovia will nach der Übernahme der Deutsche Wohnen mehr bezahlbaren Wohnraum in Berlin schaffen
Bild: Vonovia

Der Wohnungskonzern Vonovia hat angekündigt, in den kommenden zehn Jahren 10.000 Wohnungen in Berlin bauen zu wollen - vorausgesetzt die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen gelingt. "Das ist die Hälfte dessen, was wir bundesweit planen", sagte das für das operative Geschäft verantwortliche Vorstandsmitglied Klaus Freiberg dem "Tagesspiegel". Die Deutsche Wohnen zweifelt an den Neubau-Plänen.

Vonovia-Sprecherin Nina Henckel erläuterte, bei einer Übernahme des Wettbewerbers hätte man in der Bundeshauptstadt zusätzliche unbebaute Grundstücke zur Verfügung. Der Bochumer Konzern besitze derzeit in Berlin etwa 30.000 Wohnungen.

Freiberg sagte, es gehe um bezahlbaren Wohnraum: "Wir peilen Kosten von 1.700 bis 1.800 Euro je Quadratmeter bei Neubauten an." Mit dem Neubau von Wohnungen für 4.000 Euro pro Quadratmeter oder Luxussanierungen bekomme man die Nachfrage nicht in den Griff.

Vonovia bietet für den Kauf der Deutsche Wohnen AG rund 14 Milliarden Euro, stößt aber auf den Widerstand des Vorstands des Übernahmekandidaten. Die Entscheidung liegt bei den Aktionären der Deutsche Wohnen. Sie haben bis zum 26. Januar Zeit zu überlegen, ob sie das Angebot annehmen wollen.

Damit die Übernahme zustande kommt, müssten dem Bochumer Konzern mindestens 50 Prozent plus eine Aktie angeboten werden. Vonovia wäre nach der Übernahme rund viermal so groß wie der nächste Konkurrent.

Schlagworte zum Thema:  Wohnungsunternehmen, Wohnungsbau, Berlin

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