03.03.2016 | Unternehmen

Vonovia verdoppelt Gewinn

Vonovia hat 2015 durch Zukäufe von Rivalen mehr verdient und ist 2016 mit einer Übernahme gescheitert.
Bild: Vonovia

Der Wohnungskonzern Vonovia hat den Gewinn 2015 mehr als verdoppelt. Das operative Ergebnis stieg um 112 Prozent auf 608 Millionen Euro und übertraf damit die eigenen Erwartungen, wie die Bochumer mitteilen. Maßgeblich beigetragen haben die Zukäufe der Konkurrenten Gagfah und Südewo. Mit der feindlichen Übernahme der Deutsche Wohnen war Vonovia im Februar gescheitert.

Mit dem auf 357.000 Wohnungen gewachsenen Bestand sowie durch organisches Wachstum hat Vonovia im Geschäftsjahr 2015 nach eigenen Angaben alle wichtigen Kennzahlen deutlich gesteigert. Aufgrund der positiven Entwicklung wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,94 Euro pro Aktie vorschlagen.

Unter anderem das bereinigte Ebitda aus der Bewirtschaftung verbesserte sich signifikant um 91 Prozent auf 925 Millionen Euro, nach 483 Millionen Euro im Vorjahr. Die monatliche Ist-Miete (Like-for-like) pro Quadratmeter stieg um 2,9 Prozent auf 5,78 Euro (2014: 5,62 Euro). Like-for-like vergleicht den gleichen Wohnungsbestand und ist vor dem Hintergrund von Portfolio-Erweiterungen eine objektive Kennziffer.

Verkehrswert gesteigert

Vonovia hat nach eigenen Angaben 2015 auch den Verschuldungsgrad LTV (Loan To Value) auf 47 Prozent gesenkt. Dies resultiere aus einer deutlichen Wertsteigerung des Wohnungsbestands, heißt es in der Mitteilung. Im vergangenen Jahr wurde demnach der Wert des Immobilienbestands durch Zukäufe und innere Wertsteigerung auf 24,2 Milliarden Euro nahezu verdoppelt (Vorjahr: 12,8 Milliarden Euro).

Inklusive der neu hinzugekommenen Bestände hat Vonovia 2015 rund 331 Millionen Euro in die Instandhaltung (2014: 174 Millionen Euro) und rund 356 Millionen Euro in die Modernisierung (2014: 172 Millionen Euro) investiert.

Vonovia bestätigt positiven Ausblick für 2016

Seit September 2015 wird die Aktie von Vonovia im Dax 30 gehandelt. Die Aktie schloss das Jahr bei einem Preis von 28,55 Euro ab und damit 6,7 Prozent höher als zum Jahresende 2014.

Für 2016 erwartet Vonovia eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung und einen Anstieg des FFO I um 15 Prozent auf 690 bis 710 Millionen Euro. Das Volumen für Modernisierungen will Vonovia um 31 Prozent auf 430 bis 500 Millionen Euro anheben. Darüber hinaus plant Vonovia Instandhaltungen in Höhe von rund 330 Millionen Euro. In Summe bedeutet dies ein Investitionsvolumen von bis zu 830 Millionen Euro.

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Schlagworte zum Thema:  Immobilienunternehmen, Dividende, Gewinn

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