12.05.2016 | Unternehmen

Vonovia profitiert von Zukäufen und erhöht Dividende um zwölf Prozent

Vonovia will 2016 über weitere Zukäufe und den Ausbau von Zusatzleistungen wachsen
Bild: Vonovia

Der Immobilienkonzern Vonovia erhöht die Ziele für 2016. Das Fundament für die Prognoseanhebung seien unter anderem die Übernahmen der Gagfah und der Süddeutsche Wohnen (Südewo), sagte Unternehmenschef Rolf Buch. Er plant für das laufende Jahr eine Dividende in Höhe von 1,05 Euro je Aktie. Das wären zwölf Prozent mehr als 2015. Die Investitionen 2016 sollen auf rund 800 Millionen Euro ausgebaut werden.

Zudem käme das Unternehmen mit der Optimierung des Portfolios gut voran, ergänzte Buch. So habe es jüngst Wohnungen in Bayern und Baden-Württemberg gekauft und nicht zum Kerngeschäft gehörende Standorte verkauft.

Für 2016 rechnet der Dax-Konzern für das in der Branche wichtige operative Ergebnis FFO I (Funds from Operations) mit 720 bis 740 Millionen Euro. Zuletzt hatte der Bochumer Immobilienkonzern jeweils 30 Millionen weniger im Visier gehabt.

Zukäufe sorgen für Anstieg des FFO I um 58 Prozent

Im ersten Quartal 2016 erhöhte sich das operative Ergebnis vor allem dank der jüngsten Zukäufe um 58 Prozent auf 186,3 Millionen Euro. Neben den Zukäufen profitierte Vonovia auch von steigenden Mieteinnahmen, die stiegen in den ersten drei Monaten aufgrund der Zukäufe um fast 50 Prozent auf 392 Millionen Euro. Auch die Leerstandsquote ging im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Die Aufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung stiegen um mehr als ein Viertel auf gut 125 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss erhöhte sich auf 79,2 Millionen Euro, nach 30,3 Millionen im Vorjahr.

Investitionen 2016 sollen auf bis zu 830 Millionen Euro ausgebaut werden

Einschließlich der Ausgaben für die Neubauten will Vonovia weiterhin seine Investitionen im laufenden Jahr auf bis zu 830 Millionen Euro ausbauen. 2015 hatte das Unternehmen in Modernisierungen und Instandhaltungen rund 686 Millionen Euro investiert.

Vonovia verfügt nach eigenen Angaben über bundesweit rund 344 000 Wohnungen mit regionalen Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen (110.000 Wohnungen), (Sachsen 45.000) und Baden-Württemberg (35.000).

Auch zukünftig will Vonovia über den Kauf von Wohnungen wachsen.

Ausbau von Zusatzleistungen

Neben dem Kauf von Wohnungen setzt der Chef von Deutschlands größtem Wohnungskonzern auch auf den Ausbau von Zusatzleistungen rund um das Thema Wohnen. Gedacht wird etwa an die Vermarktung eines Kabelanschlusses oder die Mitvermietung einer Küche.

"Die Wachstumsraten bei Dienstleistungen sind sehr hoch", so Buch. Vonovia hatte Anfang des Jahres zwei Hausverwaltungsgesellschaften gekauft.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsunternehmen, Immobilienunternehmen, Dividende, Prognose

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