03.02.2016 | Unternehmen

Vonovia: Rechtliche Basis für Abwehrversuch der Deutsche Wohnen zweifelhaft

Vonovia reagiert auf Abwehrversuch der Deutsche Wohnen
Bild: Vonovia

Der Wohnungskonzern Vonovia hält die Ankündigung der Deutsche Wohnen, die Gläubiger ihrer Wandelschuldverschreibungen bar auszuzahlen, anstatt Aktien auszugeben, für irreführend. Die Deutsche Wohnen will so womöglich verhindern, dass die Aktionäre die Papiere an Vonovia weitergeben, um sich gegen die Übernahme durch den Konkurrenten zu wehren. Das Recht zur Barzahlung besteht Vonovia zufolge aber nicht.

Der Ausgangspunkt, dass ein Recht zur Barzahlung bestehe, sei unzutreffend und rechtlich nicht haltbar, teilt Vonovia mit. Auf Basis der Anleihebedingungen der Wandelschuldverschreibungen könne die Barzahlungsoption in der vorliegenden Situation nicht wirksam ausgeübt werden, da sich der Rückzahlungsbetrag nicht ermitteln lasse.

Daher werden die Wandelschuldverschreibungen der Deutsche Wohnen im Zusammenhang mit dem laufenden Übernahmeangebot an die Aktionäre der Deutsche Wohnen ausschließlich in Aktien zu bedienen sein, heißt es in der Mitteilung. Die Deutsche Wohnen sei in jedem Fall zur Lieferung der Aktien verpflichtet.

Lesen Sie dazu auch:

Übernahmepoker: Deutsche Wohnen reagiert auf neue Vonovia-Bedingungen

Schlagworte zum Thema:  Übernahme

Aktuell

Meistgelesen