15.01.2015 | Mietrecht

Berliner Vermieter muss 30.000 Euro Entschädigung wegen Diskriminierung zahlen

Gericht spricht benachteiligten muslimischen Mietern Recht zu
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein Berliner Vermieter muss 30.000 Euro Entschädigung zahlen, weil er türkische Mieter diskriminiert hat. Das teilt das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg mit. Die beiden Bewohner hatten geklagt, nachdem nur sie, nicht aber die deutschen Mieter im selben Haus, eine zweite Mieterhöhung erhalten hatten.

Deutschen Nachbarn war die Miete trotz vergleichbarer Wohnungsausstattung nicht zum zweiten Mal erhöht worden. Der Türkische Bund Berlin-Brandenburg begrüßte die Entscheidung als "wegweisend".

Der Vermieter hatte nach Angaben des Gerichts nach dem Kauf des Mehrfamilienhauses zunächst allen Parteien die Miete erhöht. Eine zweite Mieterhöhung sandte er dann aber nur an die türkischen und arabischen Familien im Haus, obwohl alle Wohnungen in Größe und Ausstattung laut Gericht vergleichbar waren.

Das Amtsgericht kam zu dem Schluss, dass der Vermieter mit seinem Verhalten gegen das "Verbot der Benachteiligung wegen ethnischer Herkunft" verstoßen habe - und sprach beiden Klägern deshalb jeweils 15.000 Euro zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Vermieter

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