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Weltbild schließt mehr als 50 Filialen

Weltbild schließt im Juli die ersten 24 Filialen
Bild: Weltbild

Nach der Weltbild-Insolvenz schließt das Unternehmen 53 Filialen. Im Juli sollen die ersten 24 Geschäfte dicht machen. Das teilte die Weltbild-Insolvenzverwaltung mit. Weltbild betreibt die Geschäfte unter den Markennamen "Weltbild" und "Jokers".

Die Arbeitnehmervertretung äußerte sich zufrieden. Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co. KG, Julia Käding, erinnerte daran, dass in den vergangenen Wochen ein weitaus größerer Kahlschlag befürchtet wurde: "Es standen spekulativ 100 Filialen im Raum." Sie lobte, dass der Sozialplan für die ausscheidenden Mitarbeiter für eine Insolvenz sehr gut sei. Zudem bleibe Weltbild mit seinen Geschäften weiter bundesweit präsent.

Die bislang der katholischen Kirche gehörende Verlagsgruppe Weltbild hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Die Filialen hatte der Konzern früher zusammen mit der Buchhandelskette Hugendubel in einer Holding betrieben. Im Februar war diese Kooperation beendet worden. Die Filialgesellschaft wurde wieder direkt dem Weltbild-Konzern in Augsburg angegliedert und unter ein Schutzschirmverfahren gestellt. Dies ermöglicht die Sanierung eines Unternehmens mit den aus dem Insolvenzrecht bekannten Methoden, ohne direkt einen Insolvenzantrag zu stellen. Am Montag wurde das Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung vom Amtsgericht offiziell eröffnet.

Derzeit wird ein Investor für das Gesamtunternehmen gesucht. Weltbild-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sei nach wie vor "vorsichtig optimistisch", sagte sein Sprecher. Details zu den Interessenten und der weiteren Dauer des Verfahrens werden von Geiwitz nicht genannt. Er setzt auf ein "Multichannel-Konzept". Das heißt, dass Weltbild als großer Medienhändler außer im Online-Versandhandel auch mit Geschäften präsent sein soll. Auch die Internetplattform www.buecher.de gehört mehrheitlich zu Weltbild.

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