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Vonovia hebt Jahresprognose an und beruft neue Aufsichtsrätin

Für das Jahr 2016 erwartet Vonovia eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung
Bild: Vonovia

Der Wohnungskonzern Vonovia hat aufgrund der positiven Zahlen der ersten neun Monate 2015 die Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben. Das Unternehmen plant ein operatives Ergebnis (FFO I) von 590 bis 600 Millionen Euro. Die Prognose nach dem ersten Halbjahr lag zwischen 560 und 580 Millionen Euro. Außerdem wurde Dr. Ute Geipel-Faber zum 1. November in den Aufsichtsrat der Vonovia SE berufen.

Bereits im zweiten Halbjahr 2015 hatte Vonovia (noch firmierend als Deutsche Annington) den FFO im Vergleich zum Vorjahr auf 264,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Für das Jahr 2016 erwartet Vonovia eine weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung. Der FFO I soll um rund 18 Prozent auf 690 bis 710 Millionen Euro steigen.

Operatives Ergebnis im Neunmonatszeitraum verdoppelt

Mit einem deutlich gestiegenen Bestandsvolumen hat Vonovia in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015 den FFO I, also das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern, mehr als verdoppelt. Er stieg um 111 Prozent auf 432 Millionen Euro (Vorjahr: 205 Millionen Euro). Die Mieteinnahmen stiegen gegenüber dem Neunmonatszeitraum 2014 infolge der Zukäufe deutlich um 78 Prozent auf 1.019 Millionen Euro.

Ergebnisbeiträge aus allen Übernahmen konsolidiert

Der Abschluss zum 30.9.2015 umfasst ab März 2015 die Ergebnisbeiträge aus dem Zusammenschluss mit der Gagfah, ab April 2015 die der Franconia.

Seit Juli wird auch der Ergebnisbeitrag der Südewo-Gruppe mit knapp 20.000 Wohnungen im Abschluss konsolidiert. Insgesamt bewirtschaftete Vonovia zum 30. September einen Bestandswert von 23,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 12,8 Milliarden Euro).

Verkäufe sollen Verschuldungsgrad senken

Anfang November hat das Unternehmen mit der LEG Immobilien AG und einem weiteren Käufer Absichtserklärungen für den Verkauf von zwei großen Wohnungsportfolien in Nordrhein-Westfalen und in Norddeutschland unterschrieben. Mit dem Verkauf von insgesamt rund 20.000 Einheiten soll die Verschuldung von Vonovia bis Jahresende pro forma auf voraussichtlich 46 Prozent sinken.

Dr. Ute Geipel-Faber in Aufsichtsrat berufen

Mit Wirkung zum 1. November wurde Dr. Ute Geipel-Faber in den Aufsichtsrat der Vonovia SE berufen. Sie folgt auf Manuela Better, die wegen ihrer neuen Funktion bei der Deka Bank auf Wunsch der EZB ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt hatte.

Geipel-Faber war zuletzt als Geschäftsführerin der Invesco Real Estate GmbH in München tätig.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Vonovia SE

  • Dr. Wulf H. Bernotat (Vorsitz),
  • Burkhard Ulrich Drescher,
  • Prof. Dr. Edgar Ernst, Dr. Florian Funck,
  • Dr. Ute Geipel-Faber,
  • Hendrik Jellema,
  • Daniel Just,
  • Hildegard Müller,
  • Prof. Dr. Klaus Rauscher,
  • Clara-Christina Streit,
  • Christian Ulbrich und
  • Gerhard Zeiler.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsunternehmen, Prognose, Aufsichtsrat

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