06.08.2015 | Unternehmen

Patrizia erhöht Prognose für 2015/2016 auf rund 200 Millionen Euro

Das zweite Quartal war bei Patrizia durch Transaktionen geprägt
Bild: Patrizia Immobilien AG

Das zweite Quartal 2015 der Immobiliengesellschaft Patrizia war durch Transaktionen geprägt: So fiel etwa der Verkauf der Süddeutschen Wohnen Gruppe (Südewo) für 1,9 Milliarden Euro in das Berichtsquartal. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Transaktion das operative Ergebnis positiv beeinflussen wird und erhöhte die Prognose für 2015 und 2016 auf mindestens 200 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis als zentrale Steuerungsgröße im Konzern belief sich nach sechs Monaten auf 16,8 Millionen Euro und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Millionen Euro zurück.

36 Prozent des operativen Ergebnisses wurden durch Management Services erbracht. Der Periodenüberschuss des ersten Halbjahres schlug mit 10,1 Millionen Euro zu Buche.

Die Erträge aus Beteiligungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf zehn Millionen Euro (erstes Halbjahr 2014: 8,3 Millionen Euro) und beinhalten die anteilige Vorabgewinnausschüttung der Co-Investments Südewo über 3,6 Millionen Euro und der GBW über 4,7 Millionen Euro.

Die der Patrizia zustehende Garantiedividende aus der GBW von 3,2 Millionen Euro jährlich wird mit Beginn des Geschäftsjahres 2015 zeitanteilig abgegrenzt, sodass darüber weitere 1,6 Millionen Euro im Halbjahr verbucht wurden.

Aufnahme neuer Darlehen prägen Bilanz

Entgegen des Trends der vergangenen Jahre erhöhten sich die Bankdarlehen um ein Vielfaches auf 880 Millionen Euro (31.12.2014: 122 Millionen Euro).

Auf die Übernahme des schwedischen Immobilienfonds entfallen Bankdarlehen in Höhe von 687 Millionen Euro. 200 Millionen Euro davon wurden zur Finanzierung der Übernahme aufgenommen, der übrige Teil wurde als bestehende Objektfinanzierungen innerhalb des erworbenen Portfolios übernommen.

Für den Ankauf des Bridge Investments in Manchester kamen weitere 109 Millionen Euro an Bankdarlehen hinzu. Infolge ging die Eigenkapitalquote von 55 Prozent zum Jahresende 2014 auf nun 28 Prozent zurück.

Ausblick 

Vor dem Hintergrund der jüngsten Transaktionen hat Patrizia die Prognose für das operative Ergebnis erhöht und erwartet nun für die beiden Geschäftsjahre 2015 und 2016 kumuliert mindestens 200 Millionen Euro.

Bereits abzusehen ist, dass der Verkauf der Südewo das operative Ergebnis des dritten Quartals 2015 mit rund 98 Millionen Euro positiv beeinflussen wird. Weitere 18 Millionen Euro werden im Schlussquartal 2015 erwartet. Im Gegenzug werden die regulären Einnahmen aus diesem Co-Investment entfallen. Die erwarteten Ergebnisbeiträge aus dem Weiterverkauf der über den schwedischen Immobilienfonds gehaltenen Portfolien kann derzeit noch nicht abschließend den einzelnen Geschäftsjahren zugeordnet werden.

Die ausgegebenen Zielwerte für die Höhe der Bankdarlehen und der Eigenkapitalquote können wegen der vorübergehenden Bilanzierung der sogenannten Bridge Investments statt Ende 2015 erst ein Jahr später, also Ende 2016, erreicht werden. 

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