10.03.2014 | Unternehmen:

Hochtief baut Australien-Geschäft weiter aus

Die Australien-Tochter Leighton war 2013 der größte Ergebnisbringer
Bild: Dieter Schütz ⁄

Der Essener Baukonzern Hochtief baut den Anteil an der profitablen australischen Tochter Leighton deutlich aus. Während in Deutschland massive Stellenstreichungen geplant sind, will das vom spanischen Konzern ACS kontrollierte Unternehmen die Beteiligung bei Leighton um rund 755 Millionen Euro von jetzt knapp 59 Prozent auf 74 Prozent steigern.

Hochtief bietet allen Leighton-Aktionären 22,15 australische Dollar je Anteil. Die Aktien von Hochtief legten am Vormittag um mehr als zwei Prozent zu.

Erst bei Vorlage der Hochtief-Jahreszahlen Ende Februar hatte der spanische Hochtief-Chef Marcelino Fernández Verdes angekündigt, die Profitabilität des Unternehmens weiter erhöhen zu wollen. Fernández Verdes hatte die Bedeutung der australischen Tochter betont und angekündigt, vor allem das Auslandsgeschäft des Unternehmens weiter stärken zu wollen. In Deutschland sollen dem noch laufenden Konzernumbau dagegen insgesamt 800 bis 1.000 Stellen zum Opfer fallen.

Leighton hatte im Jahr 2013 dank neuer Infrastruktur-Aufträge und Einsparungen seinen Gewinn um 13 Prozent auf 508,7 Millionen australische Dollar (333,6 Mio. Euro) gesteigert. Damit war Leighton auch der größte Ergebnisbringer im Hochtief-Konzern. Hochtief hatte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 171,2 Millionen Euro ausgewiesen, ein Plus von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2012.

Die Mittel zur Finanzierung des Angebots stammten aus Mitteln, die der Hochtief Aktiengesellschaft zur Verfügung stünden, hieß es in einer Mitteilung. Hochtief will zudem die Anzahl seiner Vertreter im Verwaltungsrat von Leighton erhöhen, um dadurch mehr Einfluss auf die Entscheidungen zu haben.

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