28.11.2013 | Unternehmen

Britischer Finanzinvestor übernimmt Textildiscounter NKD

Im Jahr 2015 will NKD wieder wachsen
Bild: NKD

Opcapita wird neuer Eigentümer von NKD. Der Londoner Finanzinvestor übernimmt den Textildiscounter mitsamt der Firmenzentrale im Bindlach (Landkreis Bayreuth) und knapp 2.000 Filialen in Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien und Polen.

Außerdem werde Opcapita frisches Kapital von 20 Millionen Euro ins Unternehmen stecken, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Weitere Zahlen wurden nicht genannt. Die niedersächsische Textilgruppe Daun als bisheriger Eigentümer hatte schon vor einigen Monaten angekündigt, NKD verkaufen zu wollen.

NKD hat turbulente Zeiten hinter sich: Das Management war ausgetauscht worden, ihm wurden Strategiefehler vorgeworfen. Danach übernahm eine Restrukturierungsberatung das Ruder. Ein Stellenabbau ist mittlerweile abgeschlossen. 100 von 650 Arbeitsplätze in der Zentrale sind weggefallen.

Mitte Juli wurde zudem bekannt, dass eine frühere NKD-Führungskraft wegen des Verdachts der Untreue in Millionenhöhe in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft Hof hat inzwischen Anklage erhoben: 3,7 Millionen Euro soll der Mann aus dem Unternehmen veruntreut haben.

Für 2015 peilt NKD wieder Wachstum an. John von Spreckelsen als Vertreter von Opcapita teilte am Mittwoch mit, NKD habe eine treue Kundschaft. Die Voraussetzungen seien gut, "dass das Unternehmen mittelfristig wieder wachsen und rentabel arbeiten kann". 2010 machte NKD einen Umsatz von 578 Millionen Euro; neuere Zahlen gibt es nicht.

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