23.07.2015 | Unternehmen

Techem steigert Umsatz um vier Prozent

Ausgelöst durch die Nachrüstfrist für Bestandsgebäude war die Nachfrage nach Rauchwarnmeldern besonders hoch
Bild: ista

Der Energiemanager Techem erzielte im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz in Höhe von 721,7 Millionen Euro. Das ist ein Plus von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 695,3 Millionen Euro. Großer Wachstumsträger mit plus 5,3 Prozent war das Geschäftsfeld "Energy Services": Der Gesamtumsatz lag bei 622,6 Millionen Euro (591,1 Millionen Euro im Vorjahr).

Das bereinigte Ebitda aus fortzuführenden Geschäftsbereichen stieg um 12,8 Millionen Euro auf 258,7 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen für die Techem Gruppe lag bei 109,1 Millionen Euro, verglichen mit 90,4 Millionen Euro im Vorjahr.

Getrieben wurde das Wachstum insgesamt durch eine höhere Anzahl an Wohnungen und Geräten im Techem Service, sowohl im internationalen Geschäft als auch auf dem deutschen Markt. Das Wachstum im Geschäftsfeld Energy Services wurde im In- und Ausland durch eine starke Kundennachfrage nach Mietgeräten für die Erfassung von Energie- und Wasserverbrauch getrieben, in Deutschland auch durch den Bedarf nach Funk-Rauchwarnmeldern.

Im Geschäftsfeld Energy Contracting, der professionellen Wärmelieferung, ging der Umsatz aus fortzuführenden Geschäftsbereichen im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 99,1 Millionen Euro zurück (104,2 Millionen Euro im Vorjahr). Ursachen sind ein verhältnismäßig milder Winter 2014/2015, eine entsprechend geringere Wärmenachfrage sowie der allgemeine Rückgang der Energiepreise.

Auf Projektebene entwickelte sich das Wärmelieferungsgeschäft erfreulich, insbesondere für Wohnimmobilien: Hier stieg die Zahl der Wohnungen im Service um 12,6 Prozent auf 121.900.

Deutliches internationales Wachstum

Techem ist zur Zeit in über 20 Ländern vertreten, maßgeblich in Europa. International verzeichnete Techem im letzten Geschäftsjahr ein starkes Umsatzwachstum von 8,6 Prozent, was die zunehmende Bedeutung des internationalen Geschäfts unterstreicht.

So stieg der Umsatz unter anderem in den Niederlanden um 36,9 Prozent, in Tschechien um 33,4 Prozent, in Italien um 15,3 Prozent und in Frankreich um 9,7 Prozent. Seit Januar erschließt sich der Energiemanager zudem den Markt in Spanien.

Neben den reinen Energiedienstleistungen spielen Sicherheit und Gesundheit in Immobilien eine Rolle im Techem Geschäft. Wenn es um Rauchwarnmelder geht, setzt das Unternehmen ebenfalls auf digitale Lösungen. Damit richtet sich Techem am Bedarf der Wohnungswirtschaft nach weitergehender Automatisierung und gleichzeitiger Sicherheit der Bewohner aus.

Ausgelöst durch die Nachrüstfrist für Bestandsgebäude war die Nachfrage in Hessen und Baden-Württemberg besonders hoch. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Techem einen starken Bedarf in Niedersachen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2016 beginnt zudem die zweite Welle an Legionellenprüfungen, die die Wohnungswirtschaft seit 2013 alle drei Jahre für ihre Trinkwasseranlagen durchführen muss.

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