23.10.2015 | Unternehmen

TAG sieht mögliche Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen gelassen

TAG will vorerst keine neuen Wohnungen zukaufen
Bild: Michael Kopatz ⁄

Die Immobiliengesellschaft TAG sieht durch den möglichen Zusammenschluss zwischen Vonovia und Deutsche Wohnen für den deutschen Wohnimmobilienmarkt keine wesentlichen Änderungen. Das sagte Finanzvorstand Martin Thiel der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe). Auch für die eigene Strategie gebe es keine Auswirkungen.

Die im MDax notierte TAG hatte in der Vergangenheit selbst kräftig zugekauft. Angesichts des Preisniveaus in einigen Regionen stehe derzeit aber eher im Vordergrund, die Rentabilität zu steigern, etwa durch den Abbau des Leerstands oder durch günstige Refinanzierungen, anstatt weiter zu akquirieren.

Ein aus Vonovia und Deutsche Wohnen kombiniertes Unternehmen hätte gemessen an der Anzahl der Wohnungen immer noch einen geringen Anteil am gesamten Markt für Wohnimmobilien, so Thiel. Auch Nachteile für die Mieter sehe er dadurch nicht.

TAG gilt in der Branche selbst als Übernahmekandidat. Thiel wollte sich dazu nicht äußern. Dies seien Spekulationen, sagte er.

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Schlagworte zum Thema:  Übernahme, Fusion, Immobiliengesellschaft, Wohnungsunternehmen

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