31.08.2012 | Unternehmen

Strabag nimmt Gewinnerwartung zurück

Auftragsrückgänge in Polen sollen mitverantwortlich für die Gewinnwarnung sein
Bild: Haufe Online Redaktion

Der österreichische Baukonzern Strabag SE hat seine Gewinnerwartung für das laufende Jahr zurückgenommen. Das Ziel eines operativen Konzernergebnisses von 300 Millionen Euro sei nur noch zu rund zwei Dritteln erreichbar, teilte das Unternehmen mit.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich im ersten Halbjahr 2012 sehr
deutlich von 197,18 Millionen Euro auf 16,14 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern kam bei minus 156,67 Millionen Euro gegenüber 8,82 Millionen Euro zu liegen. Den Fremdanteilseignern kam ein Ergebnis von 1,59 Millionen Euro zugute, wodurch sich ein Konzernergebnis von minus 158,26 Millionen Euro ergab, das sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (-10,92 Mio. Euro) deutlich erhöht hat.

Verantwortlich dafür seien unter anderem die "verzögerte Behandlung von Nachträgen bei Aufträgen der öffentlichen Hand in Mittel- und Osteuropa, insbesondere in Polen, ferner die vorsichtige Bewertung einiger Bauvorhaben sowie der ruinöse Preiskampf im Baustoffgeschäft".

Die Leistung des Strabag Konzerns ging im ersten Halbjahr 2012 geringfügig um zwei Prozent auf rund sechs Millionen Euro zurück. Der konsolidierte Konzernumsatz betrug 5,7 Millionen Euro. Damit sank er gegenüber dem Vergleichszeitraum um vier Prozent. Im zweiten Quartal war ein Rückgang des Umsatzes um fünf Prozent auf 3,5 Millionen Euro zu verzeichnen.

Schlagworte zum Thema:  Bauunternehmen, Ergebnis

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