| Düsseldorf

DMB richtet Stelle zur Beobachtung von Immobilien-Fusionen ein

Mieterbund rechnet mit weiteren Fusionen am Immobilienmarkt
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Deutsche Mieterbund (DMB) erwartet weitere Zusammenschlüsse deutscher Immobilienkonzerne. Man wolle die Unternehmen künftig stärker beobachten, kündigte die DMB-Geschäftsführerin Silke Gottschalk an. Ab dem 1. Mai werde dazu beim DMB in Düsseldorf eine bundesweit tätige Stelle eingerichtet. Kritik übte Gottschalk an der Wohnungsqualität der Bestände von Immobilienriesen.

Nach dem Zusammenschluss der Deutschen Annington mit der Gagfah kündigte etwa Annington-Vorstandschef Rolf Buch vor den Aktionären weitere Zukäufe an. Dabei werde das Unternehmen jedoch strikte Kriterien einhalten.

"Wir kaufen nur, wenn es zu messbarem Wertzuwachs führt, und wir erwerben auch nur Immobilien, die geografisch zu uns passen und die wir mit der notwendigen Kundennähe bewirtschaften können", so Buch. Gewinner des aktuellen Zusammenschlusses mit der Gagfah seien aus Sicht des Unternehmens neben den Aktionären auch die Mieter als Kunden, die etwa von günstigeren Einkaufspreisen profitieren könnten.

Streit um Wohnungsqualität

Allein in Nordrhein-Westfalen besitzt die Deutsche Annington mehr als 125.000 Wohnungen. Seit der Gründung des Unternehmens 2001 kritisieren Mietervertreter, dass Wohnungen in einem mangelhaften Zustand sind und dass das Unternehmen zu wenig investiere. Unter anderem gebe es Klagen "über Schimmel und vergammelte Hausflure", so Gottschalk.

Annington hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. "Um Reparaturen kümmern wir uns umgehend, es gibt bei uns keinen Instandhaltungsstau", sagte Sprecherin Nina Henckel. In diesem Jahr stecke Annington rund 400 Millionen Euro in Modernisierung und Instandhaltung.

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