Startup-Serie WeWash

Wie sieht die Startup-Szene in der Immobilienwirtschaft aus? Kreative PropTech- oder FinTech-Unternehmen stellen sich in unserer Online-Serie regelmäßig vor. Heute dabei: Das Unternehmen WeWash aus München.

Die Gründer

CEO Philip Laukart (Dipl.-Wirtsch.-Ing. und MBA), COO Dr.-Ing. Rafael Kirschner und CTO Kay-Uwe Clemens (Dipl.-Ing.) sind die Gründer hinter dem Innovations-Spin-Off der BSH Hausgeräte GmbH: WeWash. Als ehemalige Mitarbeiter des Haushaltsgeräte-Herstellers sind sie mit dem Thema vertraut.

Die Idee

Die Gründer stellten sich die Frage nach einem zeitgemäßen Ansatz für das Teilen von Waschmaschinen und Trocknern. Der Wohnungstrend geht aus ihrer Sicht momentan klar in Richtung Single-Haushalte. Darüber hinaus führt unsachgemäßes Waschen und Trocknen zu Wasserschäden und Schimmelbildung, argumentieren sie. Bisher jedoch seien Gemeinschaftswaschräume mit Münzzählern frustrierend und aufwändig.

WeWash digitalisiert Gemeinschaftswaschräume und macht sie nutzerfreundlicher. Das Retrofit-Kit ist eine Kombination aus Hard- und Software, die auch an bereits bestehende Waschmaschinen und Trockner angeschlossen werden kann. Münzzähler werden überflüssig, da die Waschvorgänge über eine App, Website oder das (Festnetz-)Telefon gebucht und von den Nutzern bargeldlos bezahlt werden. Auch die Abfrage des Maschinenstatus sowie die Benachrichtigung über das Ende des Waschvorgangs erfolgen über diese Geräte.

Screenshot WeWash

Die Entwicklungszeit

Die Gründung des Startups erfolgte bereits im Januar 2016, nachdem die Idee bei der BSH Hausgeräte GmbH eingereicht worden war. Im Frühling 2016 wurde der erste Prototyp fertiggestellt und im Feld getestet. Soft- und Hardware wurden ein Jahr lang optimiert, um eine bestmögliche User Experience sowohl für Betreiber als auch für Endverbraucher zu ermöglichen.

Geplante Änderungen

Nach den ersten Produkttests wurde den Gründern klar, dass WeWash nur dann erfolgreich sein kann, wenn das Produkt leicht verständlich ist. Denn nicht alle Endverbraucher seien digital affin. Aus diesem Grund, betonen die Jungunternehmer sei nun die Steuerung sowohl durch digitale Endgeräte möglich, aber auch durch das klassische Festnetztelefon möglich.

Der Unterschied zu etablierten Unternehmen

Die kürzeren Entscheidungswege und die Flexibilität in den Strukturen erleichtern die Prozesse in der täglichen Arbeit des Startups, erklären die Gründer. Agile Entwicklungsprozesse in kleinen Teams führten zu schnell sichtbaren Ergebnissen. Man spüre die Leidenschaft, die bei den Mitarbeitern für das gesamte Projekt besteht. Jede Entwicklungsstufe werde hautnah miterlebt. Genau das verbindet nach Ansicht der Unternehmer die Mitarbeiter und prägt eine starke Unternehmenskultur.


Hinweis: Alle Informationen sind eigene Angaben des Unternehmens WeWash.


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