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Mieterengel: "Keine Wartezeit vor Ort"

Simon Weller, Elisabeth Katsch und Christian Kahl (v.l.n.r.) sind die Gründer von Mieterengel.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wie sieht die Startup-Szene in der Immobilienwirtschaft aus? Jede Woche stellt sich bei uns ein kreatives PropTech-oder FinTech-Unternehmen vor. Heute dabei: Das Unternehmen Mieterengel aus Berlin.

Die Gründer

Das Gründerteam von Mieterengel besteht aus Christian Kahl, Simon Weller und Elizabeth Katsch. Kahl und Weller haben sich während des Studiums in Mannheim kennengelernt und bereits zuvor ein digitales Unternehmen gegründet. Zusammen mit Elizabeth Katsch  haben sie im April 2016 das Konzept für Mieterengel entwickelt und umgesetzt, mit dem sie am Accelerator-Programm „You is now“ von Immobilienscout24 teilnehmen.

Die Idee

Mieterengel möchte Mieter bei Problemen mit ihren Vermietern kostengünstig, unkompliziert und rechtssicher beraten. Mit Hilfe einer speziellen Software sollen Betroffene ihre Anliegen einfach schildern können, das Unternehmen bereitet die Fälle auf und verknüpft Hilfesuchende mit Partneranwälten. Kunden zahlen einmalig einen Jahresbeitrag in Höhe von 69 Euro. Ziel sei, Mietern die Hemmschwelle für eine Rechtsberatung zu nehmen, erklärt das Gründerteam. Derzeit sind vier Anwälte per Vertrag beteiligt. Ihr Honorar hängt von der jeweiligen Erfahrung ab. 

Bild: Haufe Online Redaktion

Geplante Weiterentwicklungen

Mit einem Schönheitsreparaturklausel-Check will Mieterengel seine Geschäftsabläufe erproben. Dank des Fragebogens könnten Mieter ermitteln, ob sie ihre Wohnung beim Auszug tatsächlich renovieren müssten – basierend auf der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe.

Die Urteile betreffen auch Menschen, die eigentlich nicht hätten renovieren müssen, es aber beim Auszug taten. Sie könnten sich vom Vermieter Geld für Schönheitsreparaturen zurückerstatten lassen, erklären die Jungunternehmer. Während des Tests mit dieser ersten Anwendung entwickelt Mieterengel die Software weiter, mit deren Hilfe Anwälte mit den Kunden kommunizieren sollen. Zudem soll das Netz von Partneranwälten ausgebaut werden.

Der Unterschied zu etablierten Unternehmen

Die Gründer von Mieterengel verweisen vor allem auf die geringere Bürokratie, verbunden mit einer schnelleren Bearbeitung von Fällen beim Startup. Bei ihnen gebe es keine Wartezeiten vor Ort, eine Abwicklung der Fälle innerhalb von 48 Stunden und halbautomatisierte Prozesse, die die Arbeit der Partneranwälte effizienter machen, erklären sie. Außerdem tüfteln sie an einer „digitalen Akte“, die alle wichtigen Informationen und Dokumente an einem Ort speichert.

 

Hinweis: Alle Informationen sind eigene Angaben des Unternehmens Mieterengel

 

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Schlagworte zum Thema:  Startup, Online-Plattform, Mieter

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