17.09.2013 | Transaktion

Signa übernimmt Mehrheit an Karstadt-Edelkaufhäusern

Auch das KaDeWe in Berlin gehört nun Signa
Bild: Florian L ⁄

Der österreichische Immobilienkonzern Signa übernimmt 75,1 Prozent der Luxushäuser Karstadt Premium und Premium Sport. Die 300 Millionen Euro, die fließen, werden in die Sanierung von Karstadt gesteckt, teilte Eigner Nicolas Berggruen mit. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Berggruen, der die restlichen 24,9 Prozent am Premiumsegment sowie weitere 83 Warenhäuser hält, bezeichnete das Geschäft in einer Mitteilung als "Beitrag zur weiteren Gesundung des Unternehmens" und als "klares Bekenntnis zum Geschäftsmodell Warenhaus". Im Kerngeschäft mit den verbleibenden 83 Warenhäusern sehe er in den nächsten Jahren große Wachstumschancen.

Das vom Tiroler Geschäftsmann René Benko gegründete Unternehmen Signa übernimmt mit dem Deal 28 Sporthäuser und die drei Luxushäuser KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg sowie Oberpollinger in München mehrheitlich. Bereits Ende 2012 hatte Signa für mehr als 1,1 Milliarden Euro die Immobilien des KaDeWe und 16 weitere Kaufhäuser übernommen. Oberpollinger und weitere Karstadt-Immobilien gehören der Signa-Gruppe schon länger. Insgesamt besitzt Signa derzeit 20 Karstadt-Immobilien.

Der Geschäftsführer der Signa Holding, Christoph Stadlhuber, bezeichnete das Geschäft als "Meilenstein" in der Geschichte des Unternehmens.

Handelsexperten und die Gewerkschaft Verdi hatten in der Vergangenheit mit Nachdruck Investitionen in die Modernisierung der Warenhauskette gefordert. Berggruen selbst hatte vor einigen Monaten eingeräumt, die Probleme bei der Übernahme des Warenhausunternehmens unterschätzt zu haben.

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