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RICS Deutschland unterstützt Maklerrechtsänderungen

RICS hält aktuelles Maklerrecht für antiquiert
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die RICS Deutschland unterstützt die vom Wirtschaftrat der CDU vorgeschlagenen Maklerrechtsänderungen. Das deutsche Maklerrecht ist laut RICS antiquiert und undurchsichtig.

"Die von der RICS vor rund einem Jahr herausgegebenen Real Estate Agency and Brokerage Standards (REABS) haben eine ähnliche Zielrichtung", so Gerhard K. Kemper, Mitglied des Vorstands der RICS Deutschland. Das deutsche Maklerrecht erlaubt in der Praxis Vorgehensweisen, die bei den Vertragspartnern von Immobilienmaklern häufig auf Unverständnis stoßen, wie beispielsweise unklare Vertragsverhältnisse.

Auch die im Gesetz ausdrücklich vorgesehene reine Nachweistätigkeit entspreche nicht mehr dem modernen Berufsbild eines kompetenten Immobilienvermittlers. Und das unerlaubte (vom Anbieter) und ungefragte (vom Mieter/Käufer) Anbieten von Vertragsgelegenheiten führe häufig zu großer Verärgerung bei den Marktteilnehmern.

"Im globalen Immobiliengeschäft sind diese Vorgehensweisen nicht zeitgemäß", so Kemper weiter. Die meisten internationalen Geschäftspartner erwarten zu Recht, dass sich auch die deutschen Maklergesellschaften an die internationalen Gepflogenheiten halten. Das deutsche Maklerrecht entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als es noch keine professionellen Immobilienmakler gab.

"Ebenso notwendig ist der geforderte Fachkundenachweis für Immobilienmakler, sagt Kemper. Die Zeiten, in denen Unbescholtenheit genügt, um eine Gewerbeerlaubnis als Immobilienmakler zu bekommen, seien vorbei.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Makler

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