Die Gerchgroup hat mit der Stadt Nürnberg einen städtebaulichen Vertrag zum ehemaligen Quelle-Areal unterzeichnet. Das Düsseldorfer Unternehmen will das Gelände unter dem Projektnamen „The Q“ einer neuen Nutzung zuführen und insgesamt 700 Millionen Euro investieren.

Die Gerchgroup hatte die Liegenschaft erst vor acht Wochen erworben. Das innerstädtisch gelegene Bestandsgebäude ist das ehemalige Versandzentrum der Quelle GmbH Deutschland. Seit der Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2009 steht das Baudenkmal überwiegend leer. Im Jahr 2015 ging das 250.000 Quadratmeter große Areal für 16,8 Millionen Euro an den Immobilienkonzern Sonae Sierra. Die Portugiesen wollten ein Einkaufszentrum bauen.

Schwerpunkt der neuen Nutzungen im Bereich Wohnen

Im städtebaulichen Vertrag sind unter anderem die möglichen Nutzungen und deren jeweiliges maximales Volumen definiert. Der Schwerpunkt soll hierbei im Bereich Wohnen liegen, aber es sind auch Büros, Handelsimmobilien und Hotels möglich. Zudem finden sich in dem Vertrag Regelungen zum Denkmalschutz, den sozialen Folgeeinrichtungen und dem geförderten Wohnungsbau.

In den kommenden Monaten sollen diese Vorgaben in die Planung einfließen. Ziel laut Gerchgroup ist es, „eine Mix-Use-Immobilie zu konzipieren, die den Marktanforderungen entspricht und auch für die künftigen Nutzer einen besonderen Standort darstellt.“

Stadt Nürnberg: "Ein Glücksfall"

Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly erwartet, dass mit der Vereinbarung die Basis zur Wiederbelebung des Quelle-Gebäudes gesetzt ist: „Mit dieser Vereinbarung legen wir den Grundstein für ein neues und interessantes innerstädtisches Quartier“. Auch Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Entwicklungsimpuls für Nürnberg.

„Der von Gerchgroup gewählte Ansatz, quasi eine Stadt in Deutschlands zweitgrößtem Baudenkmal zu errichten, ist meiner Meinung nach der richtige Weg, sich diesem Objekt zu nähern.“ Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich

Für die Stadt Nürnberg sei dies „ein Glücksfall“.

 

 

 

 

Schlagworte zum Thema:  Projektentwicklung, Wohnungsbau