12.07.2013 | Bericht

Per Harald Løkkevik will Heiligendamm kaufen

Hohe Düne-Eigentümer Løkkevik will Heiligendamm parallel betreiben
Bild: Florentine ⁄

Der Eigentümer der Yachthafenresidenz "Hohe Düne" in Rostock, Per Harald Løkkevik, will das Grand Hotel in Heiligendamm kaufen. Das berichtet die "Schweriner Volkszeitung" (Freitag). Noch gilt allerdings der Vertrag mit Berliner Investoren, gegen die Betrugsverdacht besteht.

Der Norweger habe sein Kaufinteresse für das insolvente Hotel bekundet, berichtet das Blatt unter Bezug auf Aussagen von Heiligendamm-Insolvenzverwalter Jörg Zubaum. Løkkeviks Sprecher Stephan Clausen sagte auf dpa-Anfrage, es gebe schon seit längerem Kontakt zum Insolvenzverwalter: "Das Interesse ist da und es besteht fort." Sein Chef sehe Chancen, Heiligendamm wirtschaftlich zu betreiben. Dafür sollten beide Hotels gemeinsam bewirtschaftet werden. Die Yachthafenresidenz verfügt über etwa 730 Betten, das Grand Hotel im rund 20 Kilometer entfernten Heiligendamm über knapp 450.

Betrugsverdacht gegen den Käufer

Doch ungeachtet der noch ausstehenden Zahlungen besteht ein laufendes Vertragsverhältnis mit einer Berliner Investorengruppe, der im Mai der Zuschlag erteilt worden war. "Auch wenn noch kein Geld geflossen ist, hat der Käufer noch 14 Tage Zeit, den Vertrag zu erfüllen", sagte Zumbaum dem Blatt.

Unterdessen mehren sich die Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Berliner Gruppe. Wie die in Rostock erscheinende "Ostsee-Zeitung" (Freitag) berichtet, ermittelt außerdem die Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug gegen die Käufer. Eine Anzeige des Wirtschaftsministeriums in Schwerin habe die Nachforschungen in Gang gesetzt.

Staatsanwalt Holger Schütt sagte auf dpa-Anfrage, dass Fahnder aus Rostock und Berlin Büros und Wohnräume in der Bundeshauptstadt durchsucht und Unterlagen sichergestellt haben. Die für den 1. Juli vorgesehene Betriebsübergabe war an fehlenden Zahlungen der neuen Investoren gescheitert und zunächst verschoben worden.

Wie die "Ostsee-Zeitung" weiter berichtet, sollen die Käufer gefälschte Finanzierungsgarantien vorgelegt haben. "Es gibt berechtigte Zweifel an der Zahlungswillig- und auch der Zahlungsfähigkeit der Investoren", zitiert die Zeitung den Rostocker Staatsanwalt Schütt. Es werde bislang gegen sechs Beschuldigte ermittelt.

Schlagworte zum Thema:  Hotelimmobilie, Immobilieninvestition

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