27.03.2014 | Unternehmen

Patrizia will jährlich um eine Milliarde Euro wachsen

Bild: Patrizia Immobilien AG

Die Immobiliengesellschaft Patrizia hat im Geschäftsjahr 2013 Transaktionen im Wert von rund 4,9 Milliarden Euro verzeichnet. Der Immobilienbestand des Unternehmens wuchs in einem Jahr um etwa fünf Milliarden Euro. In den kommenden Jahren soll das betreute Immobilienvermögen jeweils um mindestens eine Milliarde Euro wachsen, 2014 werden zwei Milliarden Euro angepeilt.

Der Konzernüberschuss stieg im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent auf 37,2 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (Ebt) stieg um 38,4 Prozent auf 39,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis lag bei 38,1 Millionen Euro (2012: 43,9 Mio. Euro); hier wird für 2014 eine Steigerung auf 50 Millionen Euro erwartet.

Von institutionellen Investoren wurden im Berichtsjahr 2,3 Milliarden Euro Eigenkapital eingeworben. Unternehmensgründer Wolfgang Egger hält nach wie vor die Mehrheit der Aktien. Der Rest ist überwiegend im Besitz institutioneller Anleger, Privatanleger halten etwa ein Zehntel. Wie in der Vergangenheit will Patrizia keine Dividende zahlen. Die Eigner sollen pro zehn Papiere dafür eine Gratisaktie erhalten.

Mittlerweile stammen 80 Prozent des Ergebnisses aus dem Dienstleistungsgeschäft (2012: 52 Prozent). Mit Ausbau der Co- und Fondsinvestments und gleichzeitigem Abverkauf der eigenen Immobilienbestände konnte die Verschuldung auf 399 Millionen Euro (2012: 521 Mio. Euro) weiter gesenkt und die Eigenkapitalquote auf 41,9 Prozent (2012: 35,4 Prozent) verbessert werden. Das von Patrizia betreute Immobilienvermögen erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 11,8 Milliarden Euro.

Maßgeblich geprägt wurde der Anstieg der Assets under Management durch die Übernahme der GBW AG mit rund 32.000 Wohnungen. Patrizia erwarb das Unternehmen im Frühjahr 2013 für knapp 2,5 Milliarden Euro. Der Wert der verwalteten Immobilien wurde um mehr als 70 Prozent auf rund 11,8 Milliarden Euro gesteigert.

Investiert wurde auch in Neubauvorhaben. Derzeit entwickelt Patrizia mit einem Investitionsvolumen von mehr als 1,4 Milliarde Euro neue Stadtquartiere mit mehr als 4.000 neuen Wohnungen in Augsburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München.

Deutlich Fahrt aufgenommen hat auch das europaweite Transaktionsgeschäft. So wurden für nahezu 500 Millionen Euro Wohn- und Gewerbeimmobilien allein in Großbritannien und Skandinavien im Rahmen von Fonds- und Co-Investments erworben. Unter anderem erwarb Patrizia über ihre Tochtergesellschaft Patrizia UK gemeinsam mit deren Joint-Venture-Partner den in der Nähe von London gelegenen Gewerbepark "Winnersh Triangle" zu einem Preis von 285 Millionen Euro. Für 2014 ist unter anderem die Eröffnung eines Standortes in Helsinki geplant.

Ausblick: Auch 2014 wird sich die wirtschaftliche Lage der Patrizia weiter verbessern. "Wir gehen davon aus, dass das betreute Immobilienvermögen um mindestens weitere zwei Milliarden Euro steigen wird und wir ein operatives Ergebnis von mindestens 50 Millionen Euro erreichen werden", so Egger.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen