07.11.2013 | Unternehmen

Patrizia baut Geschäft mit Gewerbeimmobilien aus

Der Patrizia-Vorstand will Ende 2013 ein operatives Ergebnis von 47 Millionen Euro erreichen
Bild: Patrizia Immobilien AG

Das Augsburger Immobilienunternehmen Patrizia hat in den ersten drei Quartalen 2013 das verwaltete Immobilienvermögen auf 10,7 Milliarden Euro erhöht, darunter vor allem Gewerbeobjekte. Im Rahmen von Co- und Fondsinvestments wurden neue Mandate im Wert von mehr als 1,2 Milliarden Euro akquiriert.

Im Juli wurde das Deikon-Portfolio bestehend aus 86 deutschen Einzelhandelsimmobilien für 178 Millionen Euro in eine Co-Investment-Struktur beurkundet, das Closing ist für November 2013 vorgesehen. Das zweite britische Co-Investment Winnersh Holdings LP über 285 Millionen Euro wurde bereits im Juli abgeschlossen. Das Closing für den Erwerb des Hessen-Portfolios über 0,8 Milliarden Euro wird ebenfalls noch 2013 erfolgen.

Das operative Ergebnis erreichte im Berichtszeitraum 18,7 Millionen Euro, wovon dem dritten Quartal lediglich eine halbe Million Euro zuzurechnen sind. Obwohl zum 30. September erst 40 Prozent des im Mai ausgegebenen operativen Ergebnisziels realisiert wurden, hält der Vorstand die Prognose weiterhin für erreichbar. Dazu beitragen werden im Wesentlichen die Ankaufsgebühren für getätigte Portfolioerwerbe, die jedoch erst mit Closing im vierten Quartal vereinnahmt werden. Das Segment Management Services (Erlöse aus Co-Investments und Drittgeschäft) verantwortet bereits 72 Prozent des operativen Ergebnisses.

Der Konzernumsatz der ersten neun Monate 2013 sank leicht um 4,4 Prozent auf 155,4 Millionen Euro. Das resultiert unter anderem daraus, dass vermehrt als langfristiges Vermögen bilanzierte Immobilien veräußert wurden, die nicht im Umsatz ausgewiesen werden. Die gesamten Verkaufserlöse legten um 2,4 Prozent auf 163,4 Millionen Euro zu (9 Monate 2012: 159,6 Mio. Euro). Damit einher ging eine Verbesserung der Verkaufszahlen aus den Eigeninvestments um fast 25 Prozent auf 1.220 Wohnungen. Weitere 55,5 Millionen Euro wurden vom Servicebereich erwirtschaftet (9 Monate 2012: 45,6 Mio. Euro, +21,6 %).

Ausblick 2013

Noch sieht der Patrizia-Vorstand keinen Grund, die Ergebnisprognose für 2013 anzupassen und rechnet weiterhin damit, das Geschäftsjahr mit einem operativen Ergebnis von zumindest 47 Millionen Euro abzuschließen. Hintergrund ist, dass sich Patrizia aktuell in aussichtsreichen Verhandlungen befindet, um bis zum Jahresende einen weiteren Portfolioerwerb abzuschließen.

Mit der Zielerreichung des operativen Ergebnisses gehen die weiteren Finanzziele einher, die eine Entschuldung auf 350 Millionen Euro einschließen, wovon rund 270 Millionen Euro auf Bankdarlehen entfallen und knapp 80 Millionen Euro auf zwei Schuldscheine. Auch die Eigenkapitalquote von derzeit 39,7 Prozent wird bis zum Jahresende den Zielwert von 45,0 Prozent erreicht haben. Im operativen Geschäft lassen die Beurkundungen darauf schließen, dass 2013 mehr als die angestrebten 1.800 Wohneinheiten veräußert werden.

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