15.07.2013 | Deal

Moses-Leininger kauft JOH-Kaufhäuser in Gotha und Saalfeld

Gotha: Hier wird es weiterhin ein JOH-Kaufhaus geben
Bild: Klaus Brüheim ⁄

Zwei Häuser der insolventen Kaufhauskette JOH sind gerettet: Die Unternehmensgruppe Moses-Leininger aus Bad Neuenahr-Ahrweiler hat die Filialen in Gotha und Saalfeld gekauft. Das teilte der Sprecher der Insolvenzverwalterin, Pietro Nuvolini, am Samstag in Köln mit.

Alle 89 dort beschäftigten Mitarbeiter behielten ihren Arbeitsplatz. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Für die restlichen drei JOH-Häuser - im sächsischen Zwickau und in Gelnhausen und Friedberg in Hessen - werde noch eine Lösung gesucht. Dort gibt es Räumungsverkäufe.

Das in finanziellen Schwierigkeiten steckende Traditionskaufhaus hatte im Juni Insolvenz angemeldet und angekündigt, seine Geschäfte an allen fünf Standorten im September schließen zu müssen. Als Grund für die Geldsorgen nannte das Unternehmen mit Sitz in Gelnhausen sinkende Umsätze und die wachsende Konkurrenz durch Onlineanbieter. JOH beschäftigt insgesamt 300 Mitarbeiter.

Wenn kein Investor für die Filialen in Zwickau, Gelnhausen und Friedberg gefunden wird, müssen die Häuser laut Nuvoloni Ende September besenrein an die Vermieter zurückgegeben werden, weil die Mietverträge gekündigt wurden. Gehälter werden längstens bis Ende Oktober gezahlt.

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