02.02.2015 | Mietrecht

Trotz Zweckentfremdungsverbot: Tausende Berliner Ferienwohnungen online

Alleine auf airbnb sind aktuell rund 14.000 Inserate für Berlin
Bild: airbnb

Werden Wohnungen in einem allgemeinen Wohngebiet als Ferienwohnungen genutzt, kann dies gegen das Gebot der Rücksichtnahme verstoßen und behördlich untersagt werden. Dieses Verbot einer Zweckentfremdung gilt in Berlin. Trotzdem sind auf Buchungsportalen immer noch tausende Ferienwohnungen und Zimmer für Touristen gelistet.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte im Februar 2014 eine entsprechende Untersagungsverfügung bestätigt. In Berlin dürfen Wohnungen künftig nicht mehr ohne Erlaubnis als Ferienwohnung, beruflich oder gewerblich genutzt werden. Der Senat hat eine Verordnung zum Verbot der Zweckentfremdung beschlossen.

So teilt zum Beispiel der Anbieter airbnb auf Anfrage mit, dass es auf seinem Online-Buchungsportal mehr als 14.000 Inserate für die Hauptstadt gibt. Deutschlandweit seien es im Jahr 2014 rund 38.000 gewesen, sagte Sprecher Julian Trautwein. Im vergangenen Jahr hätten rund 245.000 Airbnb-Gäste Berlin besucht, 80 Prozent seien dabei aus dem Ausland angereist.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienwirtschaft, Zweckentfremdung

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