| Bericht

Metro erwägt Teilverkauf von Real an Auchan

Real-Warenhaus in Russland
Bild: Metro AG

Metro erwägt einen Teilverkauf der Lebensmitteltochter Real: Die Gruppe verhandle mit dem französischen Handelskonzern Auchan über das Osteuropageschäft von Real, berichtete das "manager magazin" online am 15. Mai.

Real sei in Polen, Rumänien, Russland, der Ukraine und der Türkei mit 110 Märkten aktiv, die umgerechnet 2,9 Milliarden Euro Umsatz erzielten. Im vergangenen Jahr habe Metro bereits mit dem französischen Handelskonzern Carrefour über Real Osteuropa verhandelt. Als schwierig gilt jedoch ein Einzelverkauf von Real Deutschland. Hierzulande ist der Lebensmittelhandel besonders hart umkämpft auch durch die Konkurrenz mit Discountern wie Aldi.

Nach Darstellung der Metro AG ist noch keine Entscheidung zur Zukunft von Real gefallen. Bereits vor längerer Zeit hatte der Vorstand erklärt, dass es verschiedene Optionen für Real gebe. "Wir stehen nach wie vor allen theoretischen Szenarien offen gegenüber, von Verkauf über Teilverkauf bis hin zum vollständigen, langfristigen Verbleib im Konzern", erklärte ein Metro-Sprecher auf Anfrage. Auchan wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

Real verzeichnete im Jahr 2011 einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Fast drei Viertel des Umsatzes von Real entfällt auf Deutschland, nur ein gutes Viertel auf Osteuropa. Der operative Gewinn von Real sank 2011 um elf Millionen auf 94 Millionen Euro. Der Lebensmittelhändler hat 426 Filialen (Stand Ende 2011) in sechs Ländern, darunter 316 in Deutschland.

Die Schwergewichte im Düsseldorfer Handelskonzern sind die Metro- Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende sowie die Elektronikketten Media Markt und Saturn. Den Verkauf der Warenhauskette Kaufhof legte der neue Vorstandschef Olaf Koch im Januar vorerst auf Eis. Dieses Projekt hatte sein Vorgänger Eckhard Cordes mit Nachdruck verfolgt.

Schlagworte zum Thema:  Verkauf, Einzelhandel

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