10.05.2013 | Deal

Metro-Aktionäre wollen Kaufhof-Verkauf vorantreiben

Metro-Chef Koch: "Werden uns früher oder später von der Warenhaus-Tochter trennen"
Bild: Metro AG

Unter den Aktionären des gebeutelten Metro-Konzerns wird der Ruf nach dem Verkauf der Warenhauskette Kaufhof lauter. Metro-Chef Olaf Koch bat auf der Hauptversammlung am vergangenen Mittwoch um Geduld. Er kündigte an, Ertragspotenziale heben zu wollen.

Koch hatte ein bereits weit fortgeschrittenes Bieterrennen um den Kaufhof Anfang 2012 nur kurze Zeit nach seinem Ämterwechsel vom Finanzvorstand zum Vorstandsvorsitzenden abgeblasen. Der Konzernchef sprach vor 900 Aktionären beim Stichwort Kaufhof-Verkauf von einer Zukunftsoption, die an Wert gewonnen habe. Metro werde sich früher oder später von der Warenhaus-Tochter trennen.

"Ich liebe den Kaufhof", sagte Koch. Metro sei aber mit Blick auf seine Investitionsschwerpunkte der falsche Eigentümer. Das Warenhauskonzept könnte ein anderer Eigner internationalisieren.

Die Fondsgesellschaft Union Investment forderte, dass sich Deutschlands größter Handelskonzern stärker auf seine Kernkompetenz, den Metro-Großhandel für Gewerbetreibende (Metro Cahs & Carry), konzentriert. Gelegenheiten zum Verkauf einzelner Sparten oder Teile sollten genutzt werden.

Bereits seit fünf Jahren zählt Kaufhof nicht mehr zum Kerngeschäft des Düsseldorfer Konzerns. Die Warenhauskette hat Ende des vergangenen Jahres 23.000 Mitarbeiter.

"Wir zögern nicht, wir handeln", betonte Koch. 2012 sei zwar ein schwieriges Jahr gewesen, es habe aber auch Fortschritte geben. Die eingeleiteten Veränderungen zeigten bereits Wirkung. So gehe es bei beim Umsatz von Media-Saturn auf vergleichbarer Verkaufsfläche in Deutschland seit Sommer 2012 wieder aufwärts. Im Großhandel sollen ein verändertes Sortiment und der Lieferservice für Impulse sorgen.

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