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LEG wächst und will 10.000 neue Wohnungen kaufen

LEG Hauptsitz in Köln
Bild: LEG

Die Wohnungsgesellschaft LEG hat im vergangenen Jahr die Mieteinnahmen um 1,8 Prozent auf 344,2 Millionen Euro gesteigert. Bis Ende 2014 will die Immobiliengesellschaft 10.000 neue Wohnungen hinzukaufen.

Mehr Wohnungen, mehr Mieteinnahmen: Die Immobiliengesellschaft LEG sieht sich auf Wachstumskurs. Und das soll so bleiben. Wie das ehemals landeseigene Unternehmen am Dienstag außerdem mitteilte, hat sich der Leerstand der LEG-Wohnungen von 3,6 auf jetzt 3,1 Prozent verringert. Neben dem Mietwachstum war hier ein höherer Anteil von wertsteigernden, aktivierungsfähigen Investitionen der wesentliche Ergebnistreiber.

Das um außerordentliche Faktoren bereinigte Ergebnis (Ebitda) stieg um 5,0 Prozent auf 223,1 Millionen Euro. Die Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung betrugen 2012 76,9 Millionen Euro (Vorjahr 81,9 Mio. €), das entsprach einem Investitionsvolumen von 12,90 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Für 2013 erwartet die LEG ein beschleunigtes Mietwachstum durch Nachhol- und den Wegfall einiger Einmaleffekte. Diese Effekte sind im Zusammenhang mit angekündigten neuen Mietspiegeln und der einmaligen Reduzierung von Kostenmieten infolge der vorzeitigen Refinanzierung subventionierter Darlehen zu sehen.

Mieten sollen steigen

Vorstandschef Thomas Hegel bezifferte die aktuelle Durchschnittsmiete in den LEG-Wohnungen auf 4,86 Euro pro Quadratmeter. Das Unternehmen werde bei den Anhebungen auf ein "faires und moderates" Vorgehen achten und dabei die Situation der Mieter berücksichtigen, versicherte er. Neben Städten wie Münster mit einem deutlich steigenden Mietniveau rechnet sich das Unternehmen aber auch Chancen in Ruhrgebietskommunen wie Gelsenkirchen aus. Im vergangenen Jahr hatte die LEG die Nettokaltmieten um 1,8 Prozent gesteigert. Gleichzeitig waren die Investitionen zum Erhalt der Wohnungen um 6,1 Prozent auf 12,90 Euro je Quadratmeter Wohnfläche zurückgegangen.

Funds from Operations (FFO I) um 22,2 Prozent gesteigert

Die wichtigste operative Ergebniskennzahl, FFO I (Funds from Operations ohne Verkäufe und Verkaufsüberschüsse), wurde im Berichtsjahr deutlich um 22,2 Prozent auf 136,5 Millionen Euro (Vorjahr 111,8 Mio. €) gesteigert. Bereinigt um einen einmaligen steuerlichen Effekt beträgt der FFO I 133,0 Millionen Euro. Dabei zeigen sich auch die positiven Effekte der Reorganisation auf das nachhaltige Unternehmensergebnis. Im Zuge der abgeschlossenen Refinanzierungen von rund zwei Milliarden Euro wurden die zahlungswirksamen Zinsaufwendungen im Jahresvergleich um 7,3 Millionen Euro auf 90,1 Millionen Euro verringert, was einen wesentlichen Beitrag zu dieser positiven Ergebnisentwicklung lieferte.

Auch das Konzernergebnis nach IFRS bestätigt den positiven Ergebnistrend. Trotz Einmalbelastungen im Zuge der Reorganisation wurde ein Konzernergebnis von +112,1 Millionen Euro (Vorjahr -15,1 Mio. €) erreicht. Die positive operative Entwicklung (gesunkene Leerstände, steigende Mieterlöse und der Ankauf von 1.244 Wohnungen in Bocholt im Oktober 2012) spiegelte sich dabei auch in positiven Bewertungseffekten für das Portfolio in Höhe von 120,3 Millionen Euro wider.

Akquisition in Kernregion steht kurz vor dem Abschluss

2013 wolle das Unternehmen sein Wachstum mit dem Kauf weiterer Wohnungen fortsetzen, kündigte Vorstandschef Hegel an. Geplant sei, bis Ende 2014 rund 10.000 Wohnungen anzukaufen. Über den Erwerb eines weiteren Wohnungsportfolios in Nordrhein-Westfalen seien Verhandlungen mit dem Verkäufer in die Endphase getreten. Das Portfolio umfasse mehr als 2.000 Wohneinheiten.

Die LEG hat derzeit nach eigenen Angaben 91.000 Wohnungen.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister, Wohnungsunternehmen, Wohnimmobilien

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