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Deutsche Wohnen nimmt Abstand von LEG-Übernahme und lehnt Vonovia-Angebot erneut ab

Die LEG will alleine weitermachen
Bild: LEG

Die Deutsche Wohnen wird den Konkurrenten LEG nicht übernehmen. Die geplante Hauptversammlung wurde abgesagt, nachdem zwei Großaktionäre nicht mitziehen wollten und so die erforderliche 75-Prozent-Mehrheit verfehlt worden wäre. Nun wehrt sich der Konzern dagegen, selbst geschluckt zu werden: Das vom Marktführer Vonovia vorgetragene Angebot wurde erneut abgelehnt.

Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn erklärte seine Ablehnung des Angebots unter anderem damit, dass der Vonovia-Konzern den wahren Firmenwert nicht treffe und von unrealistischen Synergie-Effekten ausgehe.

Die Deutsche Wohnen habe es nicht geschafft, die Vorteile einer Übernahme der LEG deutlich zu machen. Vonovia, die frühere Deutsche Annington, habe das Momentum genutzt und mit ihrem feindlichen Gebot die Aktionäre verunsichert, so Zahn.

Er warnte die eigenen Inhaber vor einer Annahme. Da die Anteile zu 70 Prozent mit Vonovia-Aktien bezahlt werden sollen, würden die bisherigen Aktionäre den weit höheren Geschäftsrisiken der Vonovia ausgesetzt.

Eine Vonovia-Sprecherin in Bochum wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November in Düsseldorf über die geplante Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen abstimmen sollen.

Bei Zustimmung zur für diesen Zweck geplanten Kapitalerhöhung hat Vonovia-Chef Rolf Buch zeitnah eine Offerte an die Deutsche-Wohnen-Aktionäre in Aussicht gestellt.

Die LEG hatte der Fusion mit der DW zugestimmt, will nun aber allein weitermachen. Man verfüge über ein starkes wirtschaftliches Fundament und werde die Strategie der regional fokussierten Expansion weiter verfolgen, hatte das Unternehmen zuvor schon mitgeteilt.

Die Zustimmung der Aktionäre auf der geplanten Hauptversammlung der Deutsche Wohnen AG war Voraussetzung für die Abgabe des freiwilligen öffentlichen Umtauschangebotes für alle ausstehenden Aktien der LEG Immobilien AG. Der geplante Zusammenschluss beider Unternehmen auf Basis der am 20. September unterzeichneten Grundsatzvereinbarung wird nicht weiter verfolgt.

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Schlagworte zum Thema:  Wohnungsunternehmen, Immobiliengesellschaft

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