Intu will, Hammerson nicht: Die geplante Übernahme am britischen Shopping-Center-Markt ist offenbar vom Tisch Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der britische Shopping-Center-Investor will den Konkurrenten Intu doch nicht übernehmen. Geboten waren umgerechnet 3,9 Milliarden Euro (3,4 Milliarden britische Pfund). Wie der Immobilienkonzern mitteilt, soll das Geld für den Kauf erstklassiger Liegenschaften eingespart werden.

"Die geplante Intu-Übernahme sei nicht mehr im besten Interesse der Aktionäre", zitiert die Financial Times den Vorstand von Hammerson.

Mit dem Zukauf wäre Hammerson zum größten Shoppingcenter-Eigentümer in Großbritannien geworden. Vor knapp einer Woche hatte Hammerson das bereits einmal erhöhte Angebot von Klépierre ausgeschlagen: Die Franzosen hatten ihrerseits ein Auge auf den britischen Konzern geworfen.

Während Hammerson mit seinem Portfolio im momentanen Umfeld gut positioniert sei, nehme der Aktienmarkt am britischen Einzelhandels-Immobilienmarkt insgesamt gestiegene Risiken wahr, begründete das Unternehmen die Entscheidung. Die höheren Risiken einer Übernahme von Intu überwögen die langfristigen Vorteile. Das Intu-Management bezeichnete die Begründung für das Scheitern der Übernahme als "unbefriedigend".

Während die Aktien von Intu am späten Vormittag des 18. April um mehr als vier Prozent auf rund 199 Pence fielen, gewannen die Hammerson-Papiere knapp drei Prozent auf 508 Pence. Seit Jahresbeginn verloren die Aktien von Intu mehr als ein Fünftel, die Anteilsscheine von Hammerson büßten fast sieben Prozent ein.

Schlagworte zum Thema:  Immobilienkonzern, Übernahme, Shopping-Center

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