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Kaufhauskette JOH schließt bundesweit fünf Standorte

Auch in Zwickau wird eine Filiale geschlossen
Bild: Marco Barnbeck ⁄

Das Traditions-Kaufhaus JOH wird seine fünf Häuser in Deutschland im September schließen. Neben den Standorten in Hessen, am Unternehmenssitz in Gelnhausen und in Friedberg, werden die Filialen in Gotha, Saalfeld (beide Thüringen) sowie Zwickau zugemacht.

Es werde dennoch unter Hochdruck nach Investoren für einzelne oder auch mehrere der Standorte gesucht, betonte Pietro Nuvoloni, der Sprecher von Insolvenzverwalterin  Julia Kappel-Gnirs am Mittwoch. Es gebe Gespräche mit ernsthaften Interessenten.

Ob dabei auch Zwickau eine Rolle gespielt habe, könne er nicht sagen. „Es ist absolute Verschwiegenheit vereinbart worden“, so Nuvolini. Ziel sei es, für möglichst viele der Kaufhäuser noch vor der Schließung eine Lösung durch einen oder mehrere Investoren zu finden.

Der vorläufige Gläubigerausschuss hatte die geordnete Schließung der Kaufhäuser und die Einleitung des Räumungsverkaufes beschlossen. Es habe sich abgezeichnet, dass die langanhaltenden Verluste und die hohen Betriebskosten in kurzer Zeit nicht gesenkt werden könnten, hieß es.

Das Unternehmen hatte Anfang Mai Insolvenz beantragt. Als Grund für die Probleme wurden sinkende Umsätze und die gestiegene Konkurrenz durch Online-Handel.

Schlagworte zum Thema:  Einzelhandel

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