03.04.2012 | Makler

Jones Lang LaSalle: Investment-Eiszeit bislang ausgeblieben

Beruhigt haben sich die Märkte zwar nach wie vor nicht, aber der Immobilienmarkt zeige sich insgesamt in guter Verfassung. Das meint der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle.

Auf dem deutschen Investmentmarkt war das erste Quartal 2012 laut einer Untersuchung des Immobiliendienstleisters durchaus rege: Die Anzahl der erfassten Transaktionen hat demnach im Jahresvergleich um rund zehn Prozent zugelegt. Allerdings: Das zwischen Januar und März in gewerblich genutzte Immobilien investierte Kapital erreichte mit 5,2 Milliarden Euro ein um gut neun Prozent niedrigeres Volumen. Denn vor allem Mega-Deals fehlen laut Jones Lang LaSalle derzeit. „Die von vielen befürchtete Investment-Eiszeit ist bislang aber ausgeblieben und wird auch ausbleiben“, meint Dr. Frank Pörschke, CEO bei Jones Lang LaSalle Deutschland.

Investitionen in Büroimmobilien dominieren im ersten Quartal

Auffallend ist laut Jones Lang LaSalle, dass das Volumen der gehandelten Büro-Immobilien in den ersten drei Monaten 2,35 Milliarden Euro erreicht hat, was einem Anteil von 45 Prozent entspricht. Ein solch hoher Quartalswert sei in den letzten zwei Jahren nur ein einziges Mal erreicht worden. Im Mittel über alle sieben Städte hinweg reduzierten sich die Spitzenrenditen um vier Basispunkte auf 4,91 Prozent. Eins der zentralen Themen in diesem Jahr werde die Kapitalbeschaffung sein, so Pörschke. Deutschland bleibe aber im Anlagefokus gerade auch bei internationalen Investoren.

 

Auf den deutschen Bürovermietungsmärktender sieben Immobilienhochburgen hat sich laut Jones Lang LaSalle ein leichter Nachfragerückgang eingestellt. Das Umsatzvolumen der ersten drei Monate 2012 reduzierte sich im 12-Monats-Vergleich über alle sieben Hochburgen hinweg um knapp neun Prozent auf rund 682.000 Quadratmeter, mit großen Differenzen zwischen den Märkten. Während Stuttgart mit einem Plus von über 120 Prozent ein sehr gutes Ergebnis zeigte, wird für München, Berlin, Düsseldorf, Köln und Hamburg ein Minus notiert, das sich zwischen neun Prozent in der bayerischen und 31 Prozent in der  nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt bewegt.

 

Nach wie vor werde die stabile Entwicklung des Büromarktes durch ein recht moderates Neubauvolumen unterstützt. Zwar stieg das Fertigstellungsvolumen in den ersten drei Monaten um rund 20 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2011, das Niveau bewegt sich laut Jones Lang LaSalle aber auf einem absolut niedrigen Niveau. Die Leerstände sind weiter leicht gesunken. Über alle sieben Städte hinweg stehen laut Jones Lang LaSalle rund 8,21 Millionen Quadratmeter kurzfristig zur Anmietung zur Verfügung.

Bergauf ging es mit den Spitzenmieten: Im 12-Monats-Vergleich stiegen die Bürospitzenmieten über alle sieben Hochburgen hinweg um 3,2 Prozent.

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