03.07.2014 | Köln

Jagdfeld vom Untreue-Vorwurf freigesprochen

Jagdfeld war die treibende Kraft beim Wiederaufbau des Berliner Hotels Adlon
Bild: siepmannH ⁄

Der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld hat sich im Zusammenhang mit dem Adlon-Fonds nicht der Untreue schuldig gemacht. Die Richter sahen keinen hinreichenden Tatverdacht, um ein Verfahren gegen Jagdfeld und fünf weitere Beschuldigte zu eröffnen, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts Köln sagte.

Die Kölner Staatsanwaltschaft hatte dem 67-Jährigen vorgeworfen, bei einer Kapitalerhöhung für den Adlon-Fonds Garantien nicht in Anspruch genommen sowie auf Mietzahlungen verzichtet zu haben.

Jagdfeld hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. "Die Richter haben damit einer beispiellosen Schmähkampagne nach fast vier Jahren ein Ende gesetzt", teilte Jagdfeld nun mit und wertete die Entscheidung als Freispruch.

Anders als bei einem Urteil kann die Staatsanwaltschaft die Entscheidung nicht mehr anfechten und vor den Bundesgerichtshof bringen. Die Anklagebehörde hatte einen Schaden für die Anleger in Höhe von 22 Millionen Euro geltend gemacht.

Anfang 2009 hatten sich Gesellschafter zusammengetan, um gegen ihn Front zu machen. Sie warfen Jagdfeld vor, ihnen Verluste beschert zu haben. 2011 scheiterte der Versuch, Jagdfeld von der Spitze des Fonds abzuwählen.

Der "Adlon Fundus Fonds Nr. 31 KG" ist Eigentümer des Hotelgebäudes, das 1997 an historischer Stelle wiedereröffnet wurde. Jagdfeld war die treibende Kraft beim Wiederaufbau des Berliner Hotels Adlon. Betreiberin des Adlon-Hotels ist die Kempinski Gruppe. Sie ist einer der Pächter neben der Adlon Holding, die Clubs und eine Weinhandlung im Haus betreibt.

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