12.08.2013 | Unternehmen

IVG kann bei Firmenrettung mit Gläubigern rechnen

IVG-Zentrale in Bonn
Bild: IVG Immobilien AG

Der Bonner Immobilienkonzern IVG hat sich mit den Gläubigern verständigt: Wie das Unternehmen mitteilt, hat man sich auf ein Restrukturierungskonzept geeinigt, das die Insolvenz abwenden soll. Kern ist ein weitgehender Forderungsverzicht.

Im Gegenzug sollen die Gläubiger Aktien erhalten und maßgeblich an dem Unternehmen beteiligt werden. Außerdem wird eine Brückenfinanzierung in Höhe von 140 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit wäre der Bestand der Gesellschaft voraussichtlich bis zum geplanten Abschluss der Restrukturierung gesichert.

Zudem wurde ein Hinausschieben der Fälligkeit der Rückzahlungsansprüche aus dem LBBW-Kredit in Aussicht gestellt. Diesem Vorgehen müssen der IVG-Vorstand und die Altaktionäre noch zustimmen.

Der Konzern, der sich mit Großprojekten wie "The Squaire" am Frankfurter Flughafen übernommen hatte, gab zudem einen Abschreibungsbedarf von 350 Millionen Euro bekannt, womit ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals eintritt. Im Wege einer vereinfachten Kapitalherabsetzung zur Verlustdeckung soll das bestehende Grundkapital im Verhältnis 200 zu 1 auf 0,5 Prozent des bisherigen Grundkapitals herabgesetzt werden.

Schlagworte zum Thema:  Immobiliendienstleister

Aktuell

Meistgelesen