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IVG droht Gläubigern mit Pleite

Prestigeobjekt: Verrechnet auch beim "The Squaire" am Frankfurter Flughafen
Bild: The Squaire, Martin Joppen

Der verschuldete Immobilienkonzern IVG erhöht den Druck auf die Gläubiger: Das Unternehmen sprach am Freitagabend in Bonn von möglichen Zahlungsausfällen im Fall einer Insolvenz. IVG hat sich vor allem mit dem Prestigeobjekt "The Squaire" am Frankfurter Flughafen verhoben.

Das Unternehmen veröffentlichte am Freitag auch einen neuen Geschäftsplan und warnte zudem vor hohen Verlusten im zweiten Quartal. Bei einer Pleite würden etwa die Inhaber der Hybridanleihe über 400 Millionen Euro leer ausgehen. Zudem müssen sich die Eigentümer einer Wandelanleihe sowie die Gläubiger einer Kreditlinie mit einem Volumen von 1,35 Milliarden Euro auf hohe Verluste einstellen.

IVG hatte Ende Mai angekündigt, dass die Schulden bis zu 1,75 Milliarden Euro oder rund 40 Prozent gesenkt werden müssen, um überleben zu können. Da der Vorstand den Anteilseignern bei der Hauptversammlung Ende August ein neues Finanzkonzept vorlegen will, steht IVG bei den Verhandlungen unter Zeitdruck. Die Gespräche sind kompliziert, da die einst kreditgebenden Banken ihre Pakete zum Teil an Finanzinvestoren verkauft haben.

Das Unternehmen präzisierte erstmals auch den notwendigen Abbau von Stellen. So müsse die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2017 auf 400 sinken, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Das wären rund ein Viertel weniger als Ende März. Das Unternehmen baut seit Jahren Stellen ab. 2006 hatte die Gesellschaft noch mehr als 800 Mitarbeiter.

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